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Nun sind es Fakten. Bei der letzten Presseerklärung am Montag in San Francisco beteuerte Mark Zuckerberg, dass er mit seinem neuen Nachrichtendienst auf Facebook die Google-Mail nicht zu Grabe tragen will. Er gab zu, dass erwartet wird, dass User ihre Kommunikation zu Facebook verlagern werden. Blogger waren sich zuvor schon einig, dass Zuckerberg einen Gmail-Killer vorbereite. Zuckerberg selbst betonte, dass dies nicht das Ziel sei und die Gmail ein wirklich gutes Produkt ist.
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Doch an einem wird dies nichts ändern. An dem mittlerweile zerrütteten Verhältnis zwischen Google und Facebook. Dabei kann man die F-Mail nicht gerade als revolutionär beschreiben. Zwar können User künftig aus verschiedenen Kanälen Nachrichten auf Facebook empfangen und versenden, doch es wird ein paar Einschränkungen geben. So verzichtet man bei der F-Mail auf eine Betreffzeile und die Möglichkeit, Kopien oder Blindkopien (CC oder BCC) zu versenden. Damit dieser Nachrichtendienst auf Facebook funktioniert, erhält zuvor jeder Facebook-User eine Email-Adresse mit der Endung @facebook.com.
Einschränkungen aufhebbar
Allerdings lassen sich diese Beschränkungen leicht aufheben, um den Usern einen attraktiveren Nachrichtendienst zu bieten. Ziel der Anbieter von derartigen Portalen ist es ja, dass sie Gelegenheit haben, Werbung einzublenden. Nach Angaben des Marktforschers Comscore verbringen Internetuser auf Facebook genauso viel Zeit wie auf den Google-Seiten. Noch vor einem Jahr hielten sich User doppelt so lange bei Google auf als bei Facebook.
Nicht nur Konkurrenz für Google
Zwar sind die beiden Internetgiganten im Fokus, doch auch andere Nachrichtendienste fürchten die angekündigte F-Mail. Microsoft ist bei den webbasierten Nachrichtendiensten mit Abstand Marktführer. Mehr als 360 Millionen Nutzer wurden im September gezählt. Das Software-Unternehmen unterhält den bekannten Dienst in den USA namens Hotmail. Aber auch Yahoo mit mehr als 190 Millionen Besuchern im September, könnte von seinem zweiten Rang verstoßen werden.
Eigentlich müsste es Google aber besser wissen. Kürzlich startete das Unternehmen unter großem Aufwand die „Wave“-Plattform. Dort sollten alle Nachrichtenkanäle in einem Fenster zusammenlaufen. Vor einigen Wochen stellten sie diese Plattform wieder ein, weil es kompliziert war. Also so einfach ist es dann doch nicht, die E-Mail-Kommunikation zu revolutionieren.
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