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In der letzen Woche präsentierte Facebook-Chef Mark Zuckerberg das neueste Feature des größten Sozialen Netzwerks Facebook. Ein Universal-Kommunikationsdienst soll in Zukunft die digitale Kommunikation vereinfachen, indem er E-Mail, SMS sowie Instant Messaging in einem einheitlichen Kommunikationskanal zusammenfasst.
„Social Inbox" als allgemeiner Posteingang
Der Posteingang des neuen Dienstes – die sog. „Social Inbox“ – sortiert die aktuellen Nachrichten nach persönlichen Freundschaftsbeziehungen. Die „Gesprächshistorie“ speichert alle versandten und erhaltenen Nachrichten, nach ersten Ankündigungen ohne Möglichkeit, diese zu löschen. Eine name@facebook.com E-Mailadresse, die für jedes Mitglied auf Wunsch erhältlich ist, ermöglicht eine „nahtlose Kommunikation“, sodass der User auch über die Plattform hinaus an Nichtmitglieder schreiben kann.
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Geht das Datensammeln weiter?
Durch seinen neuen Kommunikationsdienst bläst Facebook zum Angriff auf Google und dessen E-Mailplattform Google-Mail – allerdings auch, zum Leidwesen der Datenschützer, auf die Daten der Nutzer. Die Neuerungen erlauben es Facebook, noch mehr Daten über die User zu sammeln und das soziale Umfeld des einzelnen im Internet noch präziser zu skizzieren.
Die langfristige Speicherung der Kommunikationshistorien bietet Facebook die Möglichkeit, das Kommunikationsverhalten des Nutzers über Jahre hinweg zu analysieren und Werbung entsprechend den daraus gewonnen Erkenntnissen auf die einzelne Person zu konkretisieren. Allerdings, so signalisierte Facebook bereits, werde der versandte Text nicht, wie bei Google, gescannt, um Erkenntnisse für personalisierte Werbung zu gewinnen.
Auch die E-Mailadresse name@facebook.com birgt aus datenschutztechnischen Aspekten einige Risiken, da bislang nicht bekannt ist, inwieweit Kontakte außerhalb des Netzwerks zu den Datenbanken hinzugefügt werden. Darüber hinaus stellt der Import von Adressbüchern in den neuen Dienst eine Bedrohung für die persönlichen Daten dar, denn schon über unvorsichtige Kontakte kann jeder Opfer von Datenmissbrauch werden.
Fazit:
Facebook macht den ersten Schritt ins Web 3.0 und präsentiert seinen Nutzern ein innovatives Kommunikationsprogramm, das die Internetgepflogenheiten der User verändern könnte. Auf der anderen Seite schafft sich das soziale Netzwerk eine Möglichkeit, noch detailliertere Angaben von seinen Nutzern zu sammeln, falls diese es denn zulassen.
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Sören Siebert auf Google+