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Kartellrechtliche Bedenken seitens des Bundeskartellamtes könnten die geplante Onlineplattform von RTL und ProSiebenSat1 vor dem Aus stellen. Es handelt sich dabei jedoch um eine vorläufige Einschätzung des Bundeskartellamtes, das jedoch bereits im letzten Herbst Bedenken hinsichtlich einer eventuellen Wettbewerbsbeeinträchtigung durch den Zusammenschluss der Sender äußerte.
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Die beiden Sender planen eine gemeinsame Onlineplattform für Fernsehinhalte. Ihr Vorbild ist dabei die US-Online-Videoplattform Hulu. Internetuser hätten die Möglichkeit, TV-Inhalte eine Woche lang im Internet kostenlos zu nutzen. RTL und ProSiebenSat1 könnten ihre Nachrichtensendungen, Shows, Filme und Serien auf der gemeinsamen Webseite präsentieren und vermarkten. Man wolle sich mit dem geplanten Projekt im Wettbewerb mit internationalen Onlineangeboten gut aufstellen.
Die Mediengruppe RTL Deutschland und ProSiebenSat1 wollen dafür ein Gemeinschaftsunternehmen über RTL interactive aufbauen, um die Plattform gemeinsam betreiben zu können. Jeder Sender soll seine eigenen Angebote selbstständig redaktionell betreuen und von den Gesellschaftern organisatorisch unabhängig bleiben. Vergütet soll das Gemeinschaftsunternehmen von den Sendern für die Nutzung der technischen Infrastruktur und Dienstleistungen werden.
Bereits seit letztem Herbst liegen dem Bundeskartellamt die Pläne für das Projekt zur Beurteilung vor. Die Sender waren bereit, die Freigabe unter der Voraussetzung zu erlangen, dass bestimmte Auflagen erfüllt sein müssen. „Am Ende jedoch waren die Vorstellungen des Amtes für uns nicht akzeptabel“, so ein Sprecher der RTL-Mediengruppe Deutschland gegenüber der Financial Times Deutschland.
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