Das deutsche Telekommunikationsunternehmen Freenet AG hat im ersten Quartal des Jahres 2008 90.000 DSL-Kunden verloren. Die Gesamtzahl der Kunden die über Freenet einen DSL-Anschluss nutzen, sank dabei auf 1,19 Millionen.
Nach Angaben des Breitband-Anbieters hat dieser Verlust mehrere Ursachen. Einerseits orientierten sich viele bisherige Kunden neu, da die Zukunft von Freenet ungesichert sei, andererseits sei die Kündigung eines Vertrages inklusive Vertriebspartnerschaft zu der Media-Saturn-Gruppe eine wesentliche Ursache. Die Media-Saturn-Holding gehört zur Metro-Gruppe und umfasst die großen Elektronikketten Media Markt und Saturn. Ein weiterer Grund für den Kundenschwund ist nach Unternehmensangaben die lange Wartezeit für Kunden, bis ihr Anschluss nach Vertragsschluss freigeschaltet werde. In dieser Wartezeit erfolgten ebenfalls viele Kündigungen. Das Unternehmen machte dabei deutlich, dass für die Wartezeit jedoch nicht Freenet, sondern die Deutsche Telekom verantwortlich sei.
Es gab aus Unternehmenssicht aber auch positives zu vermelden. So konnte die Strato AG als 100 prozentige Tochter der Freenet AG einen deutlichen Zuwachs an neuen Kunden vermelden. Insgesamt 1,23 Millionen Kunden nutzen nun den zweitgrößten europäischen Anbieter für das Webhosting von privaten Websites und Blogs oder für die Einrichtung von Online-Shops.
Fazit:
Der Gesamtumsatz des Unternehmens Freenet AG entwickelte sich in den ersten Monaten im Vergleich zum 4. Quartal 2007 rückläufig. Dass der Umsatzverlust nicht noch größer ausgefallen ist, verdankt Freenet seiner Mobilfunk-Sparte. Sowohl bei Vertragskunden als auch bei Pre-Paid-Kunden konnte ein deutlicher Zuwachs erzielt werden.
Autor: Philipp Otto
Rechtsberatung Internetwirtschaft: Rechtsanwalt Sören Siebert
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