Seit einem Jahr verhandelte die GEMA mit YouTube über einen neuen Lizenzvertrag für Musiknutzungen in Deutschland – erfolglos. Die GEMA hat die Vertragsverhandlungen abgebrochen. Nun hat sich sie sich mit acht weiteren Verwertungsgesellschaften zusammengeschlossen um stärker gegen YouTube vorzugehen.Zu den internationalen Verbund gehören u. a. die US-amerikanischen Autorengesellschaften ASCAP, BMI und SESAC, die französische SACEM und die italienische SIAE. Sie fordern die Löschung von rund 600 Videos.
In einer Pressemitteilung der GEMA heißt es, dass man mit der Forderung nach Löschung der ausgewählten Werke bzw. Sperrung des Abrufs von Deutschland ein Zeichen setzen wolle. Dr. Harald Heker, GEMA-Vorstandsmitglied betonte, dass „Betreiber von Online-Plattformen, die mit der Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken wie im Fall von YouTube Millionen an Werbeeinnahmen generieren, dafür sorgen müssen, dass diejenigen, die diese Werke schaffen und damit den sogenannten Content liefern, angemessen vergütet werden“.
Nach Angaben der GEMA könnte der internationale Verbund der Musikautorengesellschaften sämtliche Werke seines Repertoires von YouTube entfernen lassen, wenn ihre Mitglieder dies wollten. Im Hinblick auf die Bedürfnisse der Musiknutzer und der Musikurheber wird darauf jedoch verzichtet. Denn das Ziel der Rechteinhaber ist es, dass ihre Musik möglichst viel gehört wird. Allerdings mit einer entsprechenden Lizensierung. Heker äußerte in einem Spiegel-Interview, dass YouTube mit diesem Vorgehen begreifen soll, wie erst es ihnen ist. Es wurden nur einige wenige beispielhafte Werke ausgewählt, die entfernt werden sollen. Im Endeffekt ist die GEMA weiterhin an Verhandlungen interessiert, um sich doch noch zu einigen.
Fazit:
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge weiterentwickeln. Fest steht, dass keine der beiden Parteien schnell nachgeben wird und auf jeden Fall seine Interessen durchsetzten will.
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