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Google: Konkurrenten werfen dem US-Unternehmen unlautere Praktiken vor

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Nachdem bereits im vergangenen Jahr vier Klagen von Konkurrenten gegen Google bei der EU-Kommission eingegangen sind, legt nun das französische Unternehmen 1plusV eine weitere nach. Die Klagen werden von ehemaligen Microsoft-Cheflobbyisten unterstützt. Dem US-Konzern Google wird vorgeworfen, seine Marktmacht zu seinen Gunsten zu missbrauchen. Weiter wirft man Google Wettbewerbsverzerrung und unlautere Praktiken vor. 1plusV fordert nun, den dubiosen und diskriminierenden Praktiken ein Ende zu machen, denn einige 1plusV-Angebote wie Ejustice.fr, Eguides und E-Muiscpro habe Google schon „ökonomisch getötet“, so das französische Unternehmen.

Hohe Geldstrafen bei Verstoß gegen das Kartellrecht

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Die EU-Kommission hat bereits im November ein Prüfverfahren gegen Google eingeleitet. Derzeit wird untersucht, ob die Vorwürfe, dass Google Suchergebnisse manipuliert und dadurch Konkurrenten benachteiligt, belegt werden können. Sollten Belege dafür gefunden werden, kommt auf Google ein hohes Bußgeld zu, das bis zu 10% seines weltweiten Jahresumsatzes betragen kann.  Laut Schätzungen könnte Google in diesem Jahr einen Umsatz von 26 Milliarden erreichen. Microsoft erhielt einst durch die EU-Kommission, wegen Ausnutzung seiner Marktmacht, ein Bußgeld in Höhe von 1,7 Milliarden Euro. Dem SPIEGEL ONLINE gegenüber gab Google auf Anfrage bekannt, dass das Unternehmen weiterhin kooperativ mit der EU-Kommission zusammenarbeiten werde.

Google-Konkurrenten erhalten Unterstützung durch Ex-Microsoft-Lobbyisten

Der Brüsseler Lobbyist Jacques Lafitte, der 1plusV bei seiner Klage unterstützt, erklärte, dass Google bereits seit September 2007 Angebote von 1plusV auf die schwarze Liste gesetzt hätte und diese dadurch nicht mehr im Index erschienen sind.  Dabei handelt es sich um 16.000 Seiten der Konkurrenz und dies hätte katastrophale Folgen für Enjustice.fr. Seit 2010 sollen weitere 1plusV-Angebote betroffen sein, die vermutlich von Google heruntergestuft wurden. Dadurch soll das Angebot Eguides.fr einen sehr wichtigen Kooperationspartner, nämlich die französische Nationalbibliothek, verloren haben. Seit die EU-Kommission seine Untersuchungen aufgenommen habe, seien Eguides-Seiten plötzlich wieder aufgetaucht, so Lafitte.

Beeinflusst Google Suchergebnisse?

Preisvergleichsportale Foundem und Ciao haben ebenfalls vor einiger Zeit Beschwerde gegen Google eingereicht. Der Grund: Google soll Suchergebnisse manipulieren. Dafür gäbe es umfangreiches Datenmaterial, welches das britische Unternehmen Foundem der EU-Kommission zugesandt habe. Gegenüber SPIEGEL ONLINE gab der Konkurrent bekannt, dass sich aus dem Datenmaterial ersehen ließe, dass Google unter den Produktanfragen seinen eigenen Service an begehrten Stellen mische. Beide Unternehmen – Foundem und Ciao – haben Verbindungen zum Marktriesen Microsoft. Ciao wurde von Microsoft gekauft und Foundem ist Mitglied in Icomp, eine Organisation, die von Microsoft finanziell unterstützt wird.

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