Shopping - Plattformen: Hood.de klagt gegen Preisparität von Amazon.de

7337
0 Bewertungen, Durchschnitt 0 von 5
Shopping - Plattformen: Hood.de klagt gegen Preisparität von Amazon.de0 von 5 basiert auf 0 Bewertungen.

Hood verklagt Amazon wegen Zwangspreisen für Händler

Laut Medienberichten soll es demnächst vor dem Landgericht Köln zu einer Klage des Online-Händlers Hood.de gegen die Preisparität von Amazon.de kommen. Problem ist nämlich, dass Amazon es seinen Marketplace Händlern verbietet, andernorts billiger zu verkaufen als auf Amazon.de.

Was ist passiert?

Bei Hood.de handelt es sich um einen der größten Online-Marketplätze Deutschlands. Das Unternehmen hat nun Klage beim Landgericht Köln gegen Amazon.de eingereicht. Grund der Klage ist, dass Amazon seine Händler auf Amazon Marketplace dazu verpflichtet, auf anderen Internetseiten, auf denen diese Händler ebenfalls ihre Waren anbieten, mindestens die gleichen Preise wie auf Amazon zu verlangen, also keineswegs ihre Produkte woanders günstiger anzubieten als auf Amazon (sog. Preisparität). Dies gilt sogar dann, wenn sie die Ware im eigenen Online-Shop anbieten.

Obwohl Amazon diese Regelung in ihren Verträgen mit den Marktplatz Händlern trifft, haben Letztere beim Verkauf ihrer Waren auf Amazon trotzdem hohe Provisionen zu zahlen.

Welches Problem hat Hood.de genau mit der Preisparitätsklausel?

Anzeige

Durch die Preisparitätsklausel werden die Händler auch auf anderen Plattformen, auf denen sie ihre Produkte anbieten, in ihrer Preisgestaltung eingeschränkt. Denn durch die hohen Provisionen, welche Amazon verlangt, werden Händler quasi verpflichtet, plattformübergreifend in allen Online-Shops, auf denen sie ihre Waren anbieten, zu dem erhöhten Preis anzubieten. Dies gilt sogar, obwohl in anderen Online-Shops geringere Provisionen anfallen.

Der Geschäftsführer von Hood.de, Ryan Hood, sieht nicht nur die Händler als Verlierer dieser Klausel, sondern auch die Kunden. Denn nach seiner Ansicht müssen die Kunden auch dann, wenn sie gar nicht auf Amazon.de, sondern in einem Online-Shop die Ware kaufen, immer die Verkaufsprovision von Amazon mitbezahlen. Eingesparte Provisionsgebühren auf anderen Online-Shops können also nicht an die Kunden weitergegeben werden. Hood.de sieht darin insbesondere eine Verletzung von Kartellrecht, da hiermit ein Mindestpreis für alle Vertriebskanäle festgesetzt wird.

Fazit

Händler, die ihre Waren auf Amazon anbieten möchten, werden durch die sog. Preisparitätsklausel von Amazon gezwungen, in allen anderen Online-Shops, in denen ebenfalls die Waren verkauft werden, entweder den gleichen Preis oder mehr zu verlangen. Andernfalls droht für den Händler der Ausschluss aus dem Amazon Marktplatz.

Es bleibt daher zum einen abzuwarten, wie das Landgericht Köln über die Klage des Online-Marktplatzes Hood.de entscheidet. Zum anderen bleibt weiter zu beobachten, ob und wie das Bundeskartellamt gegen Amazons Preispolitik vorgehen wird.

Abmahncheck
Andere Leser interessierte auch:
Immer wieder werden Händler und DIenstleister wegen fehlender oder irreführender Angaben in ihre
Bereits in der Vergangenheit haben wir über rechtliche Streitigkeiten im Zusammenhang mit Impress
Immobilienmakler werden für ihre Leistung in Form einer Provision entlohnt. Oft ist dabei die Hö
Das Reiserecht ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sehr detailliert geregelt. Unter anderem schr
Das Bundeskartellamt ist als unabhängige Wettbewerbsbehörde damit betraut, den Wettbewerb in Deu
Gerade in hart umkämpften Branchen sind wettbewerbsrechtliche Abmahnungen unter Mitbewerbern an d
#LSRfrei: Sie dürfen diesen Beitrag gern kostenfrei zitieren und darauf verweisen.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Quellverweis heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Quellverweis heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Quellverweis heraus.

Shopping - Plattformen: Hood.de klagt gegen Preisparität von Amazon.de

Anzeige

Prüfen Sie, ob Ihre Widerrufsbelehrung aktuell ist.

Geben Sie die URL Ihrer Widerrufsbelehrung ein.
Beispiel Shop: http://www.shopxyz.de/widerruf.html
Beispiel eBay: http://www.ebay.de/usr/EBAYUSER

 

Neuste Nachrichten zum Internetrecht als Newsletter Neuste Nachrichten zum Internetrecht als RSS-Feed Neuste Nachrichten zum Internetrecht auf Google+ Neuste Nachrichten zum Internetrecht auf Facebook Neuste Nachrichten zum Internetrecht auf Twitter Neuste Nachrichten zum Internetrecht auf Youtube

Anzeige

eRecht24 Live-Webinare

Empfehlung

Sören Siebert auf

Keine Chance für Abmahner

Erstellen Sie kostenlos ein rechtssicheres Impressum für Ihre Website.

Jetzt Kostenlos Impressum generieren

Für Webmaster und Seitenbetreiber:

Der kostenfreie Disclaimer für Ihre Website

Haben Sie ein konkretes rechtliches Problem? Dann wenden Sie sich bitte einen Anwalt. Auf unseren Seiten finden Sie zahlreiche allgemeine Informationen zum Internetrecht. Fundierte Rechtsberatung im Einzelfall kann allerdings nur ein spezialisierter Rechtsanwalt leisten.

Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden. Für Betreiber von Onlineshops und kommerziellen Webseiten unabdingbar:

SSL-Verschlüsselung, SSL-Zertifikate und Trust-Logos

Erstellen Sie Ihre Rechnungen gemäß den Anforderungen des Finanzamts doch einfach online!

Mit easybill bequem ordnungsgemäße Rechnungen schreiben inkl. digitaler Signatur und Datenexport zum Steuerberater. Anforderungen an korrekte Rechnungen mit Mustern und Beispielen.