Ich fahr ein Hollandrad! – Ein Fahrbericht

Als man mich um einen Fahrbericht bat, fragte ich mich erst ganz verwundert, was es über mein Holland Fahrrad zu berichten gibt. Doch nach einigem Nachdenken fiel mir ein, dass ich meinen Drahtesel, wie ich mein Hollandrad liebevoll nenne, schon fast 10 Jahre in meinem Besitz habe und es ist noch tadellos in Schuss. Ein Jahrzehnt brachte mich mein Klassisches Fahrrad wohin ich wollte, zwar brauchte es hin und wieder einmal neue Schläuche und Mäntel, auch die Beleuchtung musste hin und wieder überholt werden, aber ansonsten ist es noch im absoluten Originalzustand. Da ich es nach Gebrauch in den Fahrradkeller stelle, habe ich auch keine Last mit Rost, wobei es aber auch locker den einen oder anderen Regentag im Freien gut überstanden hat.

Zwischendurch meinte ich einmal, mir ein modernes Trekkingrad zuzulegen, schließlich wollte auch ich mit der Zeit gehen. Doch schnell stellte ich fest, dass die modernen Sattel weniger komfortable sind, als der von meinem Hollandrad. Mit der Rahmenhöhe hatte ich auch so meine Probleme, da ich recht groß bin und schnell taten mir nach einige hundert Meter die Knie weh. Der Einstieg war auch nicht so bequem und die allgemeine Haltung etwas befremdlich, da ich auf meinem Hollandrad recht gerade sitzen kann, was meinen Rücken schont.

Nach einigen Fahrten sattelte ich dann wieder auf mein geliebtes Hollandrad um, da es mir nun auch wieder optisch einfach besser gefiel. Heute sagt man Nostalgie Fahrrad dazu und ist zu meiner Freude wieder groß im Kommen. Viele Radtouren habe ich mit meinem Hollandrad alleine oder mit meiner Familie erlebt. Wenn möglich, nehme ich es auch mit in den Urlaub, denn so lässt sich die Landschaft einfach besser genießen als mit dem Auto.

Wenn man mich fragt, was für ein Fahrrad ich mir neu zulegen würde, meine Wahl würde wieder auf ein Retro Fahrrad - das Hollandrad fallen. Aber da Retro Fahrräder ja nun wieder „in“ sind, brauche ich ja kein neues.