Das Messer, das niemals stumpf wird: Abmahngefahr bei fehlerhaften Werbeaussagen

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Küchenbesteck, das angeblich die Sterneköche verwenden, und sogenannte "japanische Messer", die in Wirklichkeit in ganz anderen Ländern hergestellt wurden – wenn die Werbung mehr verspricht, als das Produkt hält, kann ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht vorliegen. Auch Ebay-Händler, die unkorrekte Aussagen in ihren Produktbeschreibungen verwenden, riskieren in solchen Fällen eine Abmahnung. Kanzlei Scheinkofer mahnt Händler von Küchenmessern ab.

Abmahnung von eBay Händlern wegen falscher Werbeaussagen

Die kochmesser.de GmbH wehrt sich gegen nicht zutreffende Beschreibungen, mit denen Billigware im Internet als qualitativ hochwertig angepriesen wird. Das Unternehmen lässt unter anderem Händler auf eBay abmahnen und fordert dabei eine Unterlassungserklärung und die Übernahme der Anwaltskosten.

Inhaltlich geht es meist um Formulierungen zur dauerhaften Schärfe ("Unsere Messer bleiben immer scharf") oder zu falschen Herkunftsangbe von Messern. Für Verbraucher sind solche Aussagen oft nicht als Irreführung zu erkennen.

Herr Wimmer vom Online-Shop Messerspezialist.de meint dazu:"Alles hat seinen Preis. Auch gute Küchenmesser sind da keine Ausnahme. Für 10 EUR kann man nichts Hochwertiges herstellen, selbst wenn man unter menschenunwürdigen Bedingungen in Billiglohnländern herstellen lässt. Bereits die Ausgangsmaterialien für ein solides Kochmesser, wie man es beispielsweise von Güde oder Zwilling kennt, kosten mehr als so manches Set. Viele dieser Werbeversprechen sind deshalb schlicht und einfach Betrug. Für uns als Fachhändler ist das sehr ärgerlich. Zum Glück sind Verbraucher heute viel aufgeklärter als früher und lassen sich nicht so leicht täuschen."

Fazit: Unzutreffende Produktbeschreibungen als Abmahngrund

Vor allem fachfremde Händler müssen bei Werbeaussagen und Beschreibungen Vorsicht walten lassen: Ein Produkt mit falschen oder unrealistischen Aussagen zum Herkunftsort, zum Material oder zum Qualitätsstandard anzubieten, mag möglicherweise kurzfristig die Verkaufszahlen erhöhen. Im Falle einer Abmahnung allerdings kann die Werbung mit dem "immer scharfen japanischen Messer" teuer werden.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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