Abmahngefahr: Webseiten kleinerer Unternehmen oft mangelhaft

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Eine Studie des Fachverbands deutscher Webseiten-Betreiber kommt zu einem beunruhigenden Ergebnis. Demnach weisen 41 Prozent der Internet-Auftritte von kleinen und mittleren Unternehmen deutliche Mängel auf. Untersucht wurden vor allem zwei Themenbereiche: die Sicherheit der Webseiten und die Gefahr einer Abmahnung wegen fehlerhafter Datenschutz-Erklärungen.

Fachverband untersucht Internet-Auftritte

Für die Studie hat der FdWB im März dieses Jahres die Webseiten von 2500 kleinen und mittleren Unternehmen unter die Lupe genommen. Die Teilnehmer wurden anhand ihrer Branchenbuch-Einträge ausgewählt und stammten aus ganz Deutschland. Bei der Untersuchung ging es zum einen um die Daten-Sicherheit. Dazu erhoben die Experten, wie viele der Anbieter über ein aktives und funktionierendes SSL-Zertifikat für eine verschlüsselte Übertragung verfügten. Stellvertretend für die zahlreichen juristischen Fallstricke kontrollierte man außerdem die Datenschutz-Erklärung. Hierbei ging es nicht nur um die Vollständigkeit der Angaben. Überprüft wurde auch, ob die Erklärung vorschriftsgemäß auf jeder Seite verlinkt ist.

Gefahren für Nutzer und Anbieter

1023 der untersuchten Seiten, also 41 Prozent, wiesen in mindestens einem der beiden Bereiche Mängel auf. Das heißt: Die Nutzung dieser Auftritte birgt Risiken, und zwar für Betreiber und Besucher. Die meisten davon, nämlich 87 Prozent, konnten kein oder kein funktionierendes SSL-Zertifikat nachweisen. Bezogen auf die Gesamtzahl der getesteten Auftritte entspricht das 36 Prozent. Auch bei den Erklärungen zum Datenschutz erkannten die Fachleute deutlichen Verbesserungsbedarf. So enthielten 13 Prozent der 2500 untersuchten Seiten überhaupt keine Datenschutz-Erklärung. Bei weiteren 14 Prozent waren nicht alle vorgeschriebenen Informationen vorhanden. Die notwendige Verlinkung zum Datenschutz auf jeder einzelnen Seite fehlte außerdem bei insgesamt 160 Web-Auftritten.

Zahlreiche Fehlerquellen

Neben den zentralen Fragestellungen der Untersuchung fielen den Fachleuten auf den 1023 kritisierten Seiten noch weitere Mängel ins Auge. Dazu gehörten falsche oder unvollständige Cookie-Banner (16 Prozent), ein unzureichendes Impressum (19 Prozent) und fehlerhafte Kontaktformulare oder Newsletter-Anmeldungen (27 Prozent).

Fazit

Die Mängel am eigenen Internet-Auftritt können Betreiber teuer zu stehen kommen. Neben Abmahnungen oder Cyber-Angriffen droht immer auch ein Vertrauensverlust bei Kunden und Interessenten. Die Studie des Fachverbands deutscher Webseiten-Betreiber zeigt, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen in Sachen Webseiten-Sicherheit noch Nachholbedarf haben.

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