Amazon: Chinesische Schüler bauen Echo-Lautsprecher in Nachtarbeit

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Um Herstellungskosten zu verringern und Produktionsziele einzuhalten, setzt Amazon-Zulieferer Foxconn auf Hunderte sogenannter „Praktikanten“. Die Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren müssen auch Nachtschichten einlegen und Überstunden machen. Überwacht werden die Schüler von ihren eigenen Lehrern. Wer sich widersetzt, dem drohen schlechte Schulnoten. Foxconn hat die Missstände eingeräumt und will umgehend Abhilfe schaffen.

60-Stunden-Woche für 17-Jährige

Das erlaubt auch das chinesische Arbeitsrecht nicht: Mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler aus der Umgebung der Stadt Hengyang müssen bei Foxconn Festangestellte und Leiharbeiter ersetzen. Offiziell werden sie als „Praktikanten“ geführt und von ihren Schulen rekrutiert. Die erhalten für jeden vermittelten Schüler Geld und senden Lehrer zur Beaufsichtigung gleich mit. Die Aufgabe der Pädagogen besteht unter anderem darin, die Jugendlichen zu Nachtschichten und Überstunden zu „motivieren“. Eine Schülerin beschrieb Journalisten des britischen „Guardian“, sie habe von Montag bis einschließlich Samstag täglich 10 Stunden in der Fabrik arbeiten müssen. Als sie bei ihrem Vorgesetzten auf ihren 4o-Stunden-Vertrag pochte, habe der eigene Lehrer ihr mit Schwierigkeiten in der weiteren Schullaufbahn gedroht.

Hitze, Überstunden und Nachtarbeit

Interne Dokumente aus dem Haus des Amazon-Zulieferers belegen, dass vor allem in Hochproduktionszeiten auf die Arbeit der Jugendlichen zurückgegriffen wird. Dabei verspricht man ihnen praktische Berufserfahrungen. Tatsächlich erzählten die Befragten von anspruchslosen und monotonen Tätigkeiten - dem Aufkleben von Schutzfolien auf Echo-Lautsprecher beispielsweise. Grundsätzlich dürfen Jungen und Mädchen nach chinesischem Recht ab dem Alter von 16 Jahren arbeiten. Überstunden und Nachtarbeit sind allerdings nicht zulässig. Nachdem die internen Papiere einer chinesischen Menschenrechtsorganisation zugespielt wurden, hat Foxconn die illegalen Beschäftigungsbedingungen eingeräumt. Es handele sich um Fehler des örtlichen Managements, die so bald wie möglich behoben werden sollten.

Fazit

Um die hohe Nachfrage nach Amazon-Echo-Geräten bedienen zu können, hat der chinesische Zulieferer Foxconn Jugendliche aus Schulen rekrutiert. Im Rahmen sogenannter „Praktikantenprogramme“ mussten auch Überstunden und Nachtarbeit akzeptiert werden. Amazon selbst betont, dass man keinerlei Verstöße gegen den Verhaltenskodex für Zulieferer toleriere. Die Vorgänge bei Foxconn sollten nun genauer untersucht werden.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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