Corona-Folgen: 10 Millionen Berufstätige nur noch im Home-Office

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Was im Frühjahr als drastische Kurzmaßnahme gedacht war, entwickelt sich für immer mehr Arbeitnehmer zum Dauerzustand. Wohl auch deshalb, weil die Mehrheit von ihnen überraschend gern in den eigenen vier Wänden arbeitet. Das hat nun eine repräsentative Umfrage ergeben. Der Trend ist klar: Das Home-Office wird auch nach der Pandemie ein fester Bestandteil der Arbeitswelt bleiben.

Vor Covid-19 undenkbar

Rund 10,5 Millionen Berufstätige sind seit der ersten Corona-Welle im Frühjahr noch nicht wieder ins Büro zurückgekehrt. Weitere 8 Millionen arbeiten zumindest tageweise von zu Hause aus. Diese Zahlen hat nun der Digitalverband Bitkom veröffentlicht, hochgerechnet anhand einer repräsentativen Umfrage unter 1500 Erwerbstätigen über 16 Jahren. Zwar lief der Wechsel ins Home-Office teilweise äußerst holperig. Inzwischen allerdings ist mehr als die Hälfte der Befragten zu dem Ergebnis gekommen: Dieser Job kann ganz oder teilweise auch an einem anderen Ort erledigt werden. Und nicht nur das. Knapp 75 Prozent sind außerdem der Meinung, dass Home-Office in Deutschland stärker genutzt werden solle. Und zwar auch nach dem Ende der Pandemie. So könnten Staus und Verkehrsunfälle reduziert und gleichzeitig das Klima verbessert werden.

Das Miteinander fehlt

Dabei bringt das Arbeiten im Distanz-Modus durchaus Nachteile mit sich. Mehr als die Hälfte der Befragten vermisst den persönlichen Austausch mit Kollegen. Zwanzig Prozent klagen sogar darüber, zu wenig Kontakt zu den Vorgesetzten zu haben. Jedem Fünften fällt es außerdem schwer, Beruf und Privates voneinander zu trennen. Kritisiert wird außerdem das Gefühl, von wichtigen Informationen abgeschnitten zu sein. Nicht zuletzt geben 21 Prozent an, zu Hause unter schlechteren Bedingungen arbeiten zu müssen. Mehr Unterstützung vom Arbeitgeber wird deshalb gefordert, und zwar nicht nur an technischem Equipment.

Vorteile überwiegen

Gleichzeitig empfinden 80 Prozent der Teilnehmer Erleichterung darüber, dass der tägliche Arbeitsweg wegfällt. Sie stünden dadurch weniger unter Stress und hätten mehr Zeit. Fast 60 Prozent sind außerdem der Meinung, dass sich Beruf und Privatleben im Home-Office besser vereinen lassen. Interessant auch: Die Tätigkeit im eigenen Heim erhöht bei knapp der Hälfte der Befragten die Arbeitszufriedenheit. 57 Prozent haben außerdem das Gefühl, hier produktiver zu sein als im Büro. Abschließend gab jeder einzelne der 1500 Befragten an, auch in Zukunft zumindest zeitweise im Home-Office arbeiten zu wollen.

Fazit

Was die Rahmenbedingungen angeht, sehen die Befragten noch Verbesserungsbedarf. So solle der Staat das Home-Office steuerlich stärker fördern. Schließlich gewinne auch die Gesellschaft, wenn mehr Menschen zu Hause arbeiteten: heute durch das Reduzieren des Infektionsrisikos und in der Zukunft durch das Senken von Emissionen.

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