Achtung Arbeitnehmer: Nebenbeschäftigung als DJ während der Krankschreibung?

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Darf ein Arbeitnehmer während einer Krankschreibung nebenberuflich als DJ arbeiten, ohne eine Kündigung fürchten zu müssen? Genau diese Frage hat im letzten Jahr das Arbeitsgericht Köln beantwortet.

Krankgeschriebener Angestellter jobbt nachts als DJ

Während einer Krankschreibung arbeitete ein Angestellter in einer Nacht nebenberuflich als DJ und trank dabei auch Alkohol. Von seiner nächtlichen Tätigkeit erlangte auch sein Arbeitgeber Kenntnis. Daraufhin kündigte er den Arbeitsvertrags fristlos, d.h. ohne eine vorherige Abmahnung gegen den Betroffenen auszusprechen. Der Angestellte fühlte sich jedoch ungerecht behandelt und erhob eine sogenannte Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht Köln. Das Gericht musste nun entscheiden, ob die Kündigung wirksam war.

Arbeitsgericht Köln: Krankschreibung dient der Genesung

Das Arbeitsgericht Köln (Urteil vom 12. Februar 2014, Az. 2 Ca 4192/13) urteilte zugunsten des Arbeitgebers. Dessen ausgesprochene fristlose Kündigung war wirksam. Durch sein Verhalten verletzte der Arbeitnehmer seine arbeitsvertraglichen Nebenpflichten. Er war verpflichtet, auf seine eigene Genesung hinzuwirken, sodass er die Arbeit schnellstmöglich wieder aufnehmen konnte. Durch die Tätigkeit als DJ und dem damit verbundenen Alkoholkonsum hat er diese Pflicht jedoch verletzt.

Das Arbeitsgericht stellte klar, dass er damit das Vertrauen des Arbeitgebers zerstört hat. Dementsprechend musste letzterer auch keine vorherige Abmahnung gegenüber dem Angestellten aussprechen. Zwar ist eine solche grundsätzlich erforderlich. Allerdings gilt dies nicht bei schweren Pflichtverletzungen, aufgrund derer der Arbeitnehmer nicht davon ausgehen durfte, dass der Arbeitgeber die Vertragsverletzungen als unerheblich einstuft. Das Arbeitsgericht vertrat die Ansicht, dass es kein Arbeitgeber dulden muss, wenn einer seiner Angestellten trotz Krankschreibung nachts als DJ arbeitet und darüber hinaus auch noch Alkohol konsumiert. Der Angestellte hatte daher das Nachsehen.

Fazit:

Das Urteil macht deutlich, dass Arbeitnehmer dazu verpflichtet sind, während der Arbeitsunfähigkeit auf die eigene Genesung hinzuwirken. Dabei ist Vorsicht in Bezug auf die Ausübung eines Nebenjobs geboten.

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