Vergleich: Webseite zum Download von YouTube-Videos geht vom Netz

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Nach jahrelangem Rechtsstreit haben sich Vertreter der Musikindustrie mit der Streamripper-Seite YouTube-mp3.org geeinigt. Der Betreiber hat das Angebot bereits beendet und sich verpflichtet, keine ähnlichen Programme mehr zu entwickeln. Andere Websites zum Herunterladen und Abspeichern von Internetprogrammen sind zunächst nicht direkt von der Entscheidung betroffen.

Seite errechnete Audio-Dateien aus Internet-Videos

Von einem deutschen Studenten in seinem Hannoveraner Kinderzimmer entwickelt war der Streamripper YouTube-mp3.org zum komfortabelsten Angebot für das Umwandeln und Speichern von Videos geworden. Vor allem das unkomplizierte Vorgehen machte die Seite attraktiv: Nach der Eingabe einer URL zum gewünschten Titel auf YouTube und einer Wartezeit von wenigen Minuten erhielten Nutzer einen neuen Link zum Download der errechneten mp3-Datei – in einwandfreier Qualität und zur weiteren privaten Verwendung.
Die User befanden sich damit rechtlich auf der sicheren Seite. Zumindest, solange sie die Songs nicht weitergaben, beispielsweise in illegalen Tauschbörsen.

Während der Betreiber, die Firma PMD Technologies UG, sich mit Werbung finanzierte, beschwerte sich die Musikindustrie weltweit über fehlende Einnahmen durch das nutzerfreundliche Download-Angebot. Die Klage vor einem kalifornischen Bezirksgericht auf Unterlassung und Schadensersatz führte nun zu einer Einigung der Parteien.

Strafzahlung und Abschalten des Programms

Der Betreiber will sich verpflichten, die Webseite YouTube-mp3.org an die Kläger, amerikanische Vertreter der Musikindustrie, zu übergeben. Für die entgangenen Einnahmen zahlt er einen Ausgleich in noch unbekannter Höhe. Darüber hinaus sagt er zu, keinerlei weitere Programme zum Herunterladen von Musik aus dem Internet zu entwickeln und zu veröffentlichen. Rechtskräftig wird der Vergleich erst, wenn auch das kalifornische Gericht zustimmt.
Schon jetzt allerdings hat die Webseite ihre Tätigkeit eingestellt: Wer wie bisher einen Link zu seinem Lieblingsvideo auf YouTube in die Eingabezeile tippt, erhält nur eine kurze Meldung: Das Programm sei vorübergehend wegen Wartungsarbeiten nicht verfügbar. Dass der Betrieb wieder aufgenommen wird, ist derzeit unwahrscheinlich.

Fazit:

In der gerichtlichen Auseinandersetzung um Urheberrechtsverstöße hat der Anbieter der Streamripper-Seite YouTube-mp3.org nachgegeben. Nach dem jetzt vorliegenden Papier erhalten die Kläger in allen Punkten Recht. Noch fehlt die Zustimmung des amerikanischen Gerichts zu der Einigung. Schon jetzt aber müssen Nutzer auf andere Programme ausweichen, wenn sie Musik aus dem Internet auf Festplatte abspeichern wollen.

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