Instagram: „Influencerin“ wegen Schleichwerbung verurteilt

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Neuerdings müssen sich Gerichte immer wieder mal mit Schleichwerbung auf der Plattform Instagram beschäftigen. Wie man es falsch macht, zeigt der Fall, der vor dem Landgericht Hagen verhandelt wurde. Wir zeigen Ihnen, was es mit dem Urteil auf sich hat.

Instagram-Userin weist nicht auf Werbung hin

Eine Nutzerin von Instagram postete einige Bilder, auf denen Produkte von bestimmten Markenherstellern zu sehen waren. Auch Links zu den jeweiligen Internetseiten der Produkthersteller waren vorhanden. Die Userin wies aber in ihren Postings nicht darauf hin, dass es sich um Werbung handelte. Ein Wettbewerbsverein ging gegen die Userin wegen angeblicher Schleichwerbung vor. Das Landgericht Hagen hat sich mit dem Fall im September beschäftigt.

Influencerin wegen Schleichwerbung verurteilt

Das Landgericht Hagen (Urteil vom 13. September 2017, Az. 23 O 30/17) verurteilten die Instagram-Nutzerin. Das Gericht nahm eine Verschleierung der Werbemaßname an. Die Darstellung auf Instagram erzeugte den Eindruck, dass es sich um einen Mode-Blog handelte, bei dem sich die Instagram -Nutzerin mit ihren „Followern“ über Outfits unterhalte. Auf den ersten Blick war also nicht ersichtlich, dass sie mit dem Posten der Bilder das Ziel verfolgte, Werbung für die Produkte zu machen.

Hinzu kam, dass sich das Instagram-Profil nicht nur an Erwachsene, sondern auch an Jugendliche richtete. Gerade für diese Personengruppe wird der werbende Charakter der Posts nicht sofort erkennbar, so das Gericht weiter. Da nützte es auch nichts, dass die Influencerin Zeichen wie „@“ oder „#“ zu den Produktnamen hinzufügte. Diese machten die Werbung nicht offensichtlich.

Praxis-Tipps:

1. In letzter Zeit häufen sich Entscheidungen rund um Schleichwerbung bei Instagram. User, die Werbeposts absetzen wollen, müssen einige Grundregeln beachten. Wichtig ist, dass der werbende Charakter des Posts für den Betrachter deutlich erkennbar wird.

2. Am besten verwenden User deswegen Hashtags wie „#Werbung“ oder „#Anzeige“. Mittlerweile bietet auch Instagram selbst die Funktion an, bezahlte Partnerschaften zu kennzeichnen.

Sie wollen mehr zum Thema Schleichwerbung auf Instagram wissen? Dann lesen doch unseren weiteren Beitrag, den Sie hier finden können: https://www.e-recht24.de/news/blog-foren-web20/10503-schleichwerbung-instagram-abmahnung-influencer.html 

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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