Kinderfotos bei Facebook und Co: Sollten Eltern die Rechte ihrer Kleinen schützen?

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„Guck mal, Kleines!“ – ein Schnappschuss der eigenen Tochter, der als Post auf Facebook oder Instagram landet. Wie aber finden Kinder das eigentlich? Damit Eltern Bilder von ihren Kids verantwortungsvoll im Netz posten, hat das Deutsche Kinderhilfswerk kürzlich die Kampagne #ErstDenkenDannPosten durchgeführt. Was konnten Eltern für den Schutz ihrer Kleinen lernen?

Gehören Kinderbilder ins Netz?

Kinderbilder in sozialen Medien zu posten, steht regelmäßig in der Kritik. Daher hatte bereits vor zwei Jahren die Polizei Hagen medienwirksam darauf hingewiesen, dass Kinderbilder nur selten etwas im Netz zu suchen haben. Das Kompetenzzentrum für Jugendschutz im Internet – jugendschutz.net – warnte vor einem Missbrauch von Kinderbildern im Internet, so dass Eltern auf eine Veröffentlichung besser verzichten sollen.

Kampagne #ErstDenkenDannPosten

Diesem Thema widmete sich dann kürzlich auch das Deutsche Kinderhilfswerk. Dies hatte eine Umfrage in Auftrag gegeben, die zeigte: Viele Eltern sind sich nicht bewusst, dass Bilder von ihren Kleinen im Netz missbraucht werden könnten. Und: Lediglich jeder dritte Erwachsene (31 Prozent) fragt seine Kinder, bevor er oder sie ein Bild von ihnen in den sozialen Medien hochlädt.

Diese Zahl wollte das Deutsche Kinderhilfswerk mit seiner dreiwöchigen Kampagne #ErstDenkenDannPosten verbessern. Dazu sollten verschiedene Kinderbilder mit Claims Eltern dazu anregen, über den Umgang mit Kinderbildern nachzudenken. Denn: Kinder besitzen wie Erwachsene Persönlichkeitsrechte. Eltern, die (unüberlegt) Bilder ihrer Kleinen im digitalen Raum veröffentlichen, verletzten daher ihre Persönlichkeitsrechte sowie ihre Privatsphäre.

So können Eltern die Rechte ihrer Kinder schützen

Um Eltern einen Leitfaden für den Umgang mit Kinderbildern an die Hand zu geben, hat das Kinderhilfswerk verschiedene Tipps zusammengetragen. Sind Kinder bereits alt genug, sollten Eltern ihnen erklären, wie das Posten von Bildern im Web funktioniert. Dann können diese selbst entscheiden, ob sie einen Schnappschuss von sich online in Ordnung finden. Können Kinder die Online-Welt noch nicht begreifen, sollten Eltern ihre Kinder nicht in unangemessenen oder unangenehmen Situationen zeigen. Nicht alle Kids sind glücklich, wenn sie sich später halbnackt im Netz wiederfinden.

Praxis-Tipp

Eltern, die die Persönlichkeitsrechte und die Privatsphäre ihrer Kinder schützen möchten, sollten die Kleinen vor einem Post bei Facebook oder Snapchat fragen. Sind Kinder dafür noch zu jung, können sie ihre Kinder von hinten oder von oben zeigen. Detailaufnahmen von Händen oder Füßen sind ebenfalls unbedenklich.
Darüber hinaus können Eltern die Gesichter ihrer Kleinen mit Hilfe von Emojis verdecken und so ein ausreichendes Level an Anonymität bewahren. Alle weiteren Tipps finden sich auf der Webseite des Kinderhilfswerks.

Praxis-Tipp
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Kommentare  
Karl Küster
0 # Karl Küster 04.01.2018, 15:41 Uhr
Eltern sollten nicht. Eltern müssen die Privatsphäre (und nicht nur die) ihrer Kinder schützen.

Die Kinder selbst können es nicht und wissen gar nicht, um was es dabei geht, wenn irgendwelche Informationen (Texte, Fotos, Videos, Versagensnachweise wie z. B. Zeugnisse aller Art, DNA-Analysen, Krankenakten und all dieser "witzige Kram") mal eben locker in die (a)soziale Welt hinausposaunt werden.

Eltern haften für das (zukünftige) Wohl des Kindes!
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Rudolf Fiedler
0 # Rudolf Fiedler 05.01.2018, 08:23 Uhr
Private Bilder gehören m.E. nach überhaupt nicht ins Internet. Weder von uns selbst (die wir die entscheidung selber treffen können), noch von den Kindern. Wenn jemand bei uns an der Tür läutet und nach Bildern unserer Kinder fragt, bekommt er die auch nicht. Warum dann im Web posten? So ein Schwachsinn.
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