Foto-Piraterie: Google ändert Bildersuche

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Bisher konnten Nutzer über Google nach Belieben Bilder suchen und direkt für den eigenen Bedarf speichern. Auf diese Weise kam es immer wieder zu Foto-Piraterie. Diese macht Google Usern jetzt schwerer. Denn: Die Suchmaschine lässt Bilder nicht mehr unmittelbar aus der Suchmaske heraus herunterladen. Warum hat Google seine Bildersuche angepasst? Und wie funktioniert diese jetzt?

So funktionierte Googles Bildersuche bisher

Vor gut einem Jahr hatte Google seine neue Bildersuche gestartet. User erhielten noch in der Suchmaske hochaufgelöste Fotos, die sie per Button direkt auf ihrem Rechner speichern konnten. Auf diese Weise mussten sie nicht einmal die Webseite des Urhebers, wo das Bild eingebettet war, besuchen. Fotografen, Grafikern und Bildagenturen stieß dies sauer auf, da ihnen so Besucher, Aufträge und Geld entgingen.

Darum änderte Google seine Bildersuche

Die amerikanische Bildagentur Getty Images beschuldigte Google, auf diese Weise Bilderklau zu fördern und User so zu unabsichtlichen Piraten zu machen. Dazu reichte das Unternehmen eine Beschwerde bei der EU-Kommission ein, zog diese aber wieder zurück. Vor wenigen Wochen einigten sich Google und Getty Images dann auf einen Lizenzvertrag. Dieser sah unter anderem vor, dass Google den „Bild ansehen“-Button aus seiner Bildsuche entfernt.

So funktioniert Googles Bildersuche jetzt

Für Nutzer heißt die Änderung: Sie können Bilder nicht mehr direkt per Klick aus der Bildersuche herunterladen. User müssen jetzt die Webseite besuchen und das Bild dort downloaden. Das ist in der Praxis jedoch nicht immer einfach. Einige Bilder verfügen über keinen Direktlink, so dass sie das Foto auf der Webseite erst suchen müssen. Einige Bilder in der Google-Suche lassen sich in einem neuen Tab öffnen und dann herunterladen. Hier ist der Zusatzaufwand für Nutzer also minimal.

Was heißt das für Fotografen und Bildagenturen?

Fotografen, Illustratoren und Bildagenturen erhalten nun deutlich mehr Webseitenbesucher und so eventuell mehr Kunden. Gleichzeitig können sie ihre User besser über die Urheberrechte aufklären.

Weitere Klagen gegen Googles Bildersuche

User können derzeit die großformatigen Bilder direkt aus der Suche per Button über Facebook, Twitter, Google+ und E-Mail teilen. Dagegen haben bereits mehrere deutsche Fotografenverbände Klage eingereicht. Diese geben an, dass die Funktion den Webseiten-Traffic von Fotografen beeinträchtigt. Der Gerichtsprozess dazu läuft noch.

Fazit

Während andere Suchmaschinen wie Bing und Duckduckgo Bilder weiterhin direkt herunterladen lassen, hat Google dem Bilderklau einen Riegel vorgeschoben. Aktuell können User über entsprechende Browser-Erweiterungen den Button jedoch noch zurückbringen. Diese dürften aber bald aus den Stores verschwunden sein.

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Kommentare  
Lutz Fischmann
+1 # Lutz Fischmann 06.04.2018, 10:09 Uhr
Hmmm,

einfach mal das große Bild aus der Google-Bildersuche mit der Maus auf dem Schreibtisch ziehen - zack ist es gespeichert. Schon mal probiert? Sorry - aber an dem Artikel stimmt einfach nichts...

Mit freundlichen Grüßen - Lutz Fischmann / FREELENS e.V.

P.s.: Welche Fotografenverbände haben denn Klage eingereicht? Erstens gibt es in dieser Sache kein Verbandsklagerecht (leider) und zweitens ist uns nur von einem Verband bekannt, der die Klage eines seiner Mitglieder vollumfänglich unterstützt und finanziert: FREELENS e.V.
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