„Nicht sicher“: Google Chrome warnt jetzt vor fehlender Verschlüsselung

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Laut einer Untersuchung des Webprojekts „Why No HTTPS?“ arbeitet noch immer jede fünfte der 500 weltweit beliebtesten Webseiten ohne Verschlüsselung. Dazu zählen in Deutschland unter anderem bekannte Seiten wie Spiegel.de und FAZ.net. Google hat die Nase davon voll. Version 68 des Chrome Browsers warnt User daher jetzt vor unverschlüsselten Seiten mit dem Hinweis „Nicht sicher“. Wie prägnant ist der Hinweis? Und warum war dieser Schritt von Google zu erwarten?

Dann ist eine Verbindung im Web sicher

Ist eine Webseite über SSL oder TLS verschlüsselt, ist die Verbindung zwischen Server und Nutzer sicher. Das heißt: Dritte können keine Daten mitschneiden oder manipulieren.

Darum war der neue Hinweis von Google zu erwarten

Googles Schritt, diese Warnung in seine neueste Chrome-Version einzubauen, war abzusehen. Bereits 2014 stufte der Konzern die HTTPS-Verschlüsselung als Qualitätsmerkmal ein. Seit Januar dieses Jahres warnt Chrome sogar, wenn User Passwörter auf unverschlüsselten Seiten eingeben. Der neue Hinweis „Nicht sicher“ war damit lediglich der nächste Schritt, das Surfen im Web sicherer zu machen.

So warnt Google Chrome jetzt vor unverschlüsselten Seiten

Ist eine Webseite unverschlüsselt, warnt Chrome User, indem neben der URL der Hinweis „Nicht sicher“ eingeblendet wird. Bisher hatte ein kleines „i“ in einem Kreis darauf aufmerksam gemacht. Der neue Hinweis ist damit deutlich auffälliger und sticht sofort ins Auge. Google will so nicht mehr prägnant auf die Sicherheit einer Seite hinweisen, sondern vielmehr auf eine Unsicherheit. Damit soll eine sichere Verbindung den Standard darstellen.

Das können Webseitenbetreiber als Nächstes erwarten

Ab Chrome 70 will Google dann richtig ernst machen. Geben User dann irgendwelche Daten auf einer unverschlüsselten Seite ein, soll ein Warnhinweis in Rot sowie ein Warnsymbol erscheinen.

Fazit

Nicht nur Google will, dass unsichere Seiten im Web die Ausnahme werden. Firefox hat bereits ähnliche Mechanismen in seine Browser integriert. Webseitenbetreiber, die Kunde bei einem Hosting-Anbieter sind, der keine automatische Verschlüsselung der Seiten liefert, sollten sich unmittelbar ein SSL- oder TLS-Zertifikat besorgen.

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Kommentare  
RoRoRo
0 # RoRoRo 16.08.2018, 16:03 Uhr
Ist ja auch logisch! Wenn man am Domain-/Web-Hosting nichts mehr verdienen kann, dann wollen die großen Anbieter jetzt wenigstens mit Zertifikaten Geld verdienen. Und wer darf es ausbaden? Natürlich der Endkunde! Der Bäcker oder Handwerker nebenan muss dann wiedermal unnötig Geld für seine kleine Website ausgeben! Und zum Thema "Sicherheit bei SSL & TSL" gibt's genug Diskussionen, wie (un)sicher auch eine Seite mit einem Zertifikat ist.
Na dann ... lassen wir uns überraschen, was als nächstes kommt, wenn jede Domain inkl. SSL-Zertifikat für n Apple & Ei zu haben ist.
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