Zensur: Geht Google in China mit eingeschränkter Suchmaschine an den Start?

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Kontrolliert, reguliert und zensiert: Chinas Internet ist ein streng überwachtes Netzwerk, das alles Ungewollte ausblendet. Seit 8 Jahren hat sich Google daher aus dem Reich der Mitte herausgehalten. Jetzt plant der Konzern jedoch anscheinend einen neuen Anlauf. Das geht aus internen Dokumenten hervor, wie die Online-Zeitung „The Intercept“ berichtet. Gibt es bald wieder eine zensierte Suchmaschine in China?

So sieht das Internet in China aus

Internet ist in China alles andere als grenzenlos. Die Regierung überwacht Webseiten, Foren und Chats und filtert ungewollten Content heraus. Damit sich User ihre Informationen nicht von außerhalb besorgen, hat das Land zudem eine „Great Firewall“ aufgebaut. Diese blockiert den Zugriff auf Seiten wie Facebook, Twitter und Wikipedia sowie zu sämtlichen Informationen zur politischen Opposition, zu Pornografie und Demonstrationen. Selbst über VPN sind User nur noch selten in der Lage, an verbotene Informationen oder Seiten zu kommen.

Google verhandelt mit chinesischer Regierung

Die internen Dokumente von Google sollen zeigen, dass Google mit der chinesischen Regierung verhandelt, um die Suchmaschine im Reich der Mitte wieder zu aktivieren. Der Grund dafür dürfte auf der Hand liegen: Google würde so 750 Millionen neue Internetnutzer erreichen. Für den Start soll Google mit einem lokalen chinesischen Partner zusammenarbeiten und die Suchmaschine so in den nächsten 6 bis 9 Monaten wieder online bringen.

Googles zweiter Anlauf in China

Google wagt damit einen zweiten Anlauf in China. Bereits von 2006 bis 2010 konnten die Bürger im Reich der Mitte eine zensierte Version der Suchmaschine nutzen. Nach einer Reihe von Cyberangriffen auf die Gmail-Konten chinesischer Menschenrechtsaktivisten hatte Google jedoch aufgehört, die Ergebnisse nach Vorgaben der Regierung zu filtern. Die Folge: Googles Ende in China.

Fazit

Wie es zum anscheinenden Sinneswandel von Google gekommen ist, ist nicht klar. Beim Rückzug aus China im Jahr 2010 hatte der Konzern noch erklärt, dass das Unternehmen so den Fortschritt eines freien Internets unterstützen will.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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