Hollywoodreif: Beauty-Bloggerin wegen Erpressung verklagt

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Eine Schönheits-OP, ein verlorenes Baby und eine Rufmordkampagne: In einem hollywoodreifen Fall in Düsseldorf soll eine Beauty-Bloggerin einem plastischen Chirurgen gedroht haben, ihn beruflich zu vernichten, wenn sie von ihm nicht 100.000 Euro erhält. Der Fall landete vor dem Amtsgericht (AG) Düsseldorf, das jetzt entschied: Die Bloggerin ist keine Erpresserin. Wie genau kam es zu dem kuriosen Fall?

Beauty-Bloggerin droht Schönheitschirurg mit Rufmordkampagne

Die Beauty-Bloggerin hatte auf ihrer Seite bereits mehrfach positiv über den Schönheitschirurgen berichtet, so dass sie als Dankeschön von diesem 100.000 Euro haben wollte. Komme er ihrer Forderung nicht nach, werde sie eine Rufmordkampagne fahren, die seine berufliche Existenz vernichtet. Darüber hinaus werde sie bei der Polizei angeben, dass er sie während einer Bauch-OP vergewaltigt haben soll. Daraufhin schickte der Arzt einen Vermittler zu ihr, der ihre Forderung auf 60.000 Euro herunterhandelte. Als er das Geld dann jedoch nicht zahlte, begann die Bloggerin drei Monate später angeblich mit der angedrohten Verleumdung. Dann habe der Arzt Anzeige erstattet. So weit die Version des Schönheitschirurgen.

Die Bloggerin sah das alles etwas anders. Sie gab an, dass sie eine Kooperation mit dem Arzt hatte, so dass sie mehrfach über ihn positiv berichtete. Als sie jedoch zunehmend Negatives über ihn gehört und sich mit ihm über die Rückerstattung der Kosten für eine aus ihrer Sicht missratene Bauch-OP gestritten hatte, beendete sie die Zusammenarbeit. Der Schönheitschirurg soll dann die ehemalige Geschäftspartnerin der Bloggerin kontaktiert haben. Er wollte von ihr belastende Informationen über die Bloggerin. Die Angelegenheit machte ihr so zu schaffen, so dass sie ihr ungeborenes Baby verlor.

Darum sprach das AG Düsseldorf die Bloggerin frei

Das AG Düsseldorf hatte so zwei völlig unterschiedliche Versionen vorliegen. Damit stand Aussage gegen Aussage. Die Richter konnten der Bloggerin die Erpressung daher nicht nachweisen. Denn: Das entscheidende Gespräch zur Erpressung zwischen ihr und dem Arzt hatte in seiner Praxis unter vier Augen stattgefunden.

Fazit

Der Freispruch ließ die Beauty-Bloggerin ein paar Tränen vergießen. Es war jedoch nicht das erste Mal, dass sie vor Gericht stand. Die Influencerin wurde bereits zu drei Geldstrafen wegen Betrugs verurteilt.

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