Userdaten: Twitter gibt Missbrauch zu

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Bisher ist es vor allem Facebook, das immer wieder mit Datenpannen negativ auffällt. Jetzt war aber Twitter mal an der Reihe. Der Konzern gab zu, dass es einen Datenmissbrauch gegeben hatte. Was ist mit den Userdaten passiert? Und hat Twitter das Problem wieder behoben?

Wie missbrauchte Twitter seine Kundendaten?

User können bei Twitter ihre E-Mail-Adressen und Telefonnummern hinterlegen, um die Zwei-Faktor-Identifizierung nutzen zu können. Unternehmen können zudem ihre eigenen Kundenkontaktdaten bei Twitter hochladen und diese mit Twitter-Nutzern abgleichen. Auf diese Weise können sie User gezielt ansprechen. Das Problem: Für eine unbekannte Zeit wurden auch die E-Mail-Adressen und Telefonnummern der Nutzer mit den Kundendaten der Unternehmen abgeglichen. Unternehmen sollen dabei zwar keinen Zugriff auf die Userdaten gehabt haben. Sie konnten so aber personalisierte Werbung schalten.

Es ist unklar, seit wann Twitter die Telefonnummern und Mail-Adressen versehentlich zum Abgleich freigegeben hatte. Genauso ungeklärt ist die Frage, wie viele Nutzer der Datenmissbrauch betraf. Twitter machte dazu in seiner Stellungnahme keine Angaben.

Hat Twitter den Fehler behoben?

Twitter fand den Fehler am 17. September und behob ihn unmittelbar. Das Unternehmen entschuldigte sich. Es verwies darauf, dass es an Maßnahmen arbeite, die eine Wiederholung des Fehlers verhindern sollen.

Twitter mit Datenschutz-Problemen

Dieser Datenvorfall ist nicht die erste Panne für Twitter. Erst kürzlich hatten Unbekannte den Account von Twitter-Chef Jack Dorsey gekapert. Sie setzten über die SMS-Funktion Tweets ab. Daraufhin sperrte Twitter den SMS-Zugang. Das Unternehmen verwies jedoch darauf, dass der Fehler bei einem Mobilfunk-Anbieter gelegen habe.

Fazit

Facebook stand ebenfalls in der Kritik, von Usern angegebene Daten für die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Werbezwecke zu nutzen. So hatte das Unternehmen hinterlegte Telefonnummern für personalisierte Werbung verwendet. Anfangs hatte sich Facebook für dieses Vorgehen noch verteidigt. Der Vorfall sollte dem Netzwerk jedoch schaden. Denn: Dieser Datenmissbrauch wurde auch im Zusammenhang mit der Datenschutzstrafe von 5 Milliarden US-Dollar genannt, die Facebook in diesem Jahr zahlen musste.

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