Wahlwerbung: Google schränkt Targeting ein

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Erst vor wenigen Tagen hatte Twitter verkündet, keine politischen Anzeigen mit Bezug zu sozialen Themen mehr zuzulassen. User müssten sich die Reichweite verdienen und nicht erkaufen, so Twitter-Chef Jack Dorsey. Jetzt zieht Google nach. Das Unternehmen gab an, das Targeting bei Wahlwerbung einzuschränken. Nach welchen Kriterien können Parteien ihre Zielgruppe ansprechen?

Wie schränkt Google Wahlwerbung ein?

Parteien und andere Organisationen können bestimmte Wählergruppen nicht mehr gezielt nach politischen Präferenzen ansprechen. Google verändert das Targeting so, dass sie Nutzergruppen nur noch nach den Merkmalen Alter, Geschlecht und Postleitzahl erreichen können. Parteien bleibt es aber weiterhin möglich, Ads zu einzelnen Suchwörtern – wie zum Beispiel „Wirtschaft“ – zu schalten.

Der Finanzdienst Bloomberg berichtet, dass Google auch die Möglichkeit streichen will, eigene Kontaktlisten für eine gezielte Ansprache von Usern hochzuladen. Parteien und Firmen nutzen dieses Features besonders oft, um ihnen über Telefonnummer oder E-Mail-Adresse bekannte Nutzer ausfindig zu machen.

Google gegen Fake News

Google kämpft zudem weiter gegen Fake News. So betonte die Suchmaschine, dass jede falsche Angabe in einer politischen Anzeige gegen die Regeln verstoße. Das gelte zum Beispiel für manipulierte Videos wie Deepfakes oder Ads, die nachweislich falsche Behauptungen aufstellen. Google geht zwar nicht davon aus, bei politischer Werbung oft eingreifen zu müssen. Bei klaren Verstößen werde das Unternehmen jedoch aktiv.

Facebook unter Druck

Twitter und Google setzen Facebook damit unter Druck. Denn: Facebook hatte erst kürzlich wissen lassen, auch Fake News von Politikern auf der Plattform zuzulassen. Das Unternehmen wolle sich nicht in politische Prozesse einmischen. Und: Das Netzwerk sei gegründet worden, um Menschen eine freie Meinungsäußerung zu ermöglichen. Hunderte Mitarbeiter Facebooks hatten nach diesem Statement einen Brief an Zuckerberg aufgesetzt. Darin kritisierten sie dieses Vorgehen scharf und forderten ein Umdenken.

Fazit

Google will die neuen Regeln in Großbritannien sofort umsetzen. Denn: Am 12. Dezember wählt das Land ein neues Parlament. Die EU soll bis Ende des Jahres nachziehen. Der Rest der Welt folgt dann ab dem 6. Januar 2020.

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