Politische Ads: Twitter schränkt Tweets zu sozialen Themen ein

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Vor einigen Wochen hatte Twitter angekündigt, politische Botschaften zu sozialen Themen als Werbung zu verbieten. Auf diese Weise will der Kurznachrichtendienst verhindern, dass Parteien für die im nächsten Jahr anstehende US-Wahl Bürger gezielt über Werbung beeinflussen. Twitter gab jetzt bekannt, wie es politische Ads einschränken will. Was können User erwarten?

Wie schränkt Twitter Werbe-Tweets ein?

Werbung bei Twitter sind Tweets, die User gegen Bezahlung im Feed anderer Nutzer platzieren können. Diese sehen die Anzeigen dann, obwohl sie dem Kanal nicht folgen. Nutzern soll es künftig nicht mehr möglich sein, politische Werbe-Tweets mit Inhalten wie Wirtschaftswachstum, bürgerschaftlichem Engagement, Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit nur in bestimmten Postleitzahl-Bereichen anzeigen zu lassen. Auf diese Weise können sie nicht mehr gezielt politische Botschaften zu sozialen Themen an eine einzelne Nutzergruppe ausspielen. Als politisch wertet der Kurznachrichtendienst Tweets mit Inhalten zu Wahlen, Wahlkandidaten, Volksabstimmungen, Gesetzen, Regulierungen, politischen Parteien und Regierungspolitikern.

Was heißt das für die Praxis?

Politische Akteure können weiter Geo-Targeting auf regionaler Ebene und höher nutzen. Sie können jedoch beispielsweise bestimmte Keywords und Interessen wie „Liberale“, „politische Wahlen“ und „Konservative“ im Zusammenhang mit politischen Inhalten nicht mehr verwenden.

Diese Tweets sind davon nicht betroffen

Twitter wird damit nicht unpolitisch. Die neuen Vorgaben gelten nur für bezahlte Inhalte. Unbezahlte Tweets als politische Botschaft sind weiter erlaubt. Zudem dürfen Nachrichtenorganisationen, die von Twitter abgenickt wurden, weiterhin Ads mit politischen Inhalten schalten.

Darum schränkt Twitter politische Werbung ein

Twitter gab an, dass Werbung auf der Plattform nicht dazu da sei, um politische, rechtliche oder gesetzgebende Ergebnisse voranzutreiben. Stattdessen glaubt Twitter, dass sich Accounts Reichweite für politische Botschaften verdienen müssen.

Twitter lernt aus US-Wahlkampf

Twitter reagiert mit seinen neuen Vorgaben auf die Vorkommnisse im US-Wahlkampf von 2016. Dabei nutzten von Russland aus gesteuerte Kampagnen soziale Medien, um bestimmte Nutzergruppen per Werbe-Tweets zu beeinflussen.

Fazit

Die neuen Vorgaben sollen bei Twitter ab dem 22. November gelten.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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