Twitter: Neue Regeln für Diskriminierung

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Trotz aller Versprechungen der sozialen Medien: Hate Speech, Diskriminierungen und Fake News sind nach wie vor ein großes Problem auf Facebook und Twitter. Der Kurznachrichtendienst ergriff daher jetzt eine weitere Maßnahme, um sein Netzwerk ein Stückchen friedlicher zu machen. Twitter konkretisierte seine Richtlinien zu Diskriminierung. Was gilt ab jetzt als Diskriminierung auf Twitter? Und was passiert, wenn User gegen die neuen Richtlinien verstoßen?

Das gilt jetzt als diskriminierend auf Twitter

Bisher galt: „Identifizierbare Gruppen“ dürfen nicht beleidigt werden. Twitter wird jetzt konkreter. Ab jetzt sind Diskriminierungen wegen des Alters, Behinderungen, Krankheiten und der Religion verboten. Sie gelten als Hass-Inhalte. Twitter löscht diese Beiträge. Als Beispiel führt der Dienst den Satz „Alle (Altersgruppe) sind Blutegel und verdienen keine Hilfe" an.

User, die gegen die neuen Richtlinien verstoßen, sperrt Twitter. Tweets, die jetzt gemeldet werden, aber vor den neuen Regeln gepostet wurden, haben keine Kontosperrung zu Folge. Um möglichst nachvollziehbar Posts löschen und User sperren zu können, schult Twitter seine Teams auf konkrete Fälle.

Warum konkretisiert Twitter seine Richtlinien zu Diskriminierung?

Twitter gibt an, dass sich User insgesamt mehr Klarheit gewünscht hätten. Und: Der Kurznachrichtendienst arbeite stets konsequent daran, Hate Speech und die Verbreitung von Fake News zu verhindern.

Zweite Aktualisierung nach Juli 2019

Bereits im Sommer letzten Jahres hatte Twitter seine Richtlinien aktualisiert. Damals hatte das Netzwerk über Monate Feedback von Nutzern eingeholt und unzählige Tweets ausgewertet, um seine Regeln zu erweitern. Im Juli 2019 konkretisierte es dann seine Regeln zu Hass-Posts. Seitdem gilt auch Sprache, die andere auf Basis ihrer Religion entmenschlicht, als Hate Speech.

Fazit

Erst kürzlich bewies Twitter, dass es den Kampf gegen Fake News ernst meint. Das Netzwerk hatte ein gekürztes Video, das den US-Demokraten Joe Biden zeigt, wie er angeblich dazu aufruft, Donald Trump zu wählen, als „manipuliertes Medium“ markiert. Trump hatte das Video selbst weiterverbreitet. Und: Aktuell sperrt Twitter Fake News rund um das Coronavirus. Es zeigt vor allem Beiträge aus seriösen Quellen wie von der WHO an.

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