Gesichtserkennung: Nutzung von Social-Media-Plattformen zur Fahrerermittlung

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Ermittler der Polizei identifizierten Temposünder, die in eine Radarfalle geraten sind, in der Vergangenheit nicht selten durch Befragung von Personen aus dem Umfeld des Fahrzeughalters, dessen Auto geblitzt wurde. Verantwortlich für einen Verstoß ist nämlich nicht der Fahrzeughalter, sondern immer der Fahrer des Fahrzeugs zum Zeitpunkt einer Geschwindigkeitsüberschreitung.

Social-Media erleichtert die Arbeit der Ermittler

Soziale Netzwerke im Internet, wie Facebook oder Xing, erleichtern der Polizei die Identifikation von Fahrern und ersparen die Befragung von Personen am Wohnort des Fahrzeughalters. Ermittler aus Münster erkannten mit Hilfe des Internet kürzlich einen Mann aus Hamburg, der auf der Au­tobahn zu wenig Sicherheitsabstand gehalten hatte. Wer Bilder von sich mit Namen in sozialen Netzwerken hinterlegt bzw. diese mit entsprechenden Tags versieht, sollte sich darüber bewusst sein, dass er damit auch Ermittlern die Arbeit erleichtert.

Mögliche Fehlerquellen

Betroffene sollten wissen, dass auch nach der Identifikation des Fahrers und einer Konfrontation mit einem Verstoß noch Möglichkeiten bestehen, sich zur Wehr zu setzen. Dies ist häufig auch notwendig. Denn zum einen sind die Messungen der Radargeräte nicht immer zuverlässig, zum anderen kommt es häufiger zu Fehlern bei der Zuordnung zum Fahrzeug, dessen Halter und dem Fahrer. Bei der Identifikation von Fahrern über Social-Media-Plattformen kommt hinzu, dass die Zuordnung eines Fotos zu einem Namen einer Person nicht vom Urheber des Fotos ausgehen muss und dass Ermittlungen dadurch in eine falsche Richtung gelenkt werden können. Die Problematik wird sich durch neue Techniken wie automatische Gesichtserkennung und automatische Verknüpfung von Fotos mit Namen von Personen noch weiter zuspitzen.

Konsultation eines Anwalts ist ratsam

Gerade bei Überschreitungen, bei denen Punkte im Verkehrszentralregister oder sogar ein Fahrverbot drohen, lohnt der Gang zum Rechtsanwalt. Nach der sogenannten “Blitzerstudie” des Automobilclubs von Deutschland (AvD) von 2009 sind bis zu 80% der Bußgeldverfahren wegen Geschwindigkeitsüberschreitung formal oder technisch falsch. Solche Fehler zu erkennen, ist die Aufgabe des Rechtsanwalts. Zudem sind die Erfolgsaussichten häufig erst nach Einsichtnahme in die Ermittlungsakte abschätzbar, die wiederum nur einem Rechtsanwalt zugänglich ist. Bereits vor der Beauftragung eines Anwalts ist zu beachten, dass sich ein Schweigen zu Vorwürfen nicht nachteilig auswirkt. Vermeiden Sie daher Erklärungsversuche bei einer Polizeikontrolle und sehen Sie von einer Stellungnahme in einem Anhörungsbogen ab.

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