Blog-Abmahnungen: 19.000 Euro Schadensersatz für 3 Bilder?

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Die einen verdienen professionell Geld mit ihrem Blog, die anderen betreiben ihn eher hobbymäßig. Was diese beiden Bloggergruppen miteinander verbindet, ist die Tatsache, dass beide in den Fokus einer neuen Abmahnwelle geraten könnten. Abgemahnt wird aktuell die Verwendung von Bildern in Blogs mit angeblich immens hohen Schadensersatzkosten von bis zu 19.000 Euro für 3 Bilder.

Berliner Bildagentur lässt Urheberrechtsverletzungen abmahnen

Wie kürzlich bekannt wurde, lässt die Berliner Bildagentur hgm-press Michel OHG durch die Kanzlei activeLAW zahlreiche Blogs abmahnen, sofern die Blogger Fotos verwenden, deren Urheberrechte bei der Bildagentur liegen.

Im Allgemeinen ist dies ein absolut legitimes Vorgehen, seine Rechte zu verteidigen - schließlich sind auch der Bildagentur in der Regel Kosten für die Erstellung der Fotos und für Honorare angefallen. Was an dieser Stelle jedoch auffällig ist, ist die Höhe der Schadensersatzforderung sowie die Art, wie die Abmahnungen ausgesprochen werden.

19.000 EUR für 3 urheberrechtlich geschützte Fotos

Den Schilderungen der Betroffenen zufolge sind Schadensersatzforderungen um die 5.000 EUR pro Bild (!) keine Seltenheit bei den ausgesprochenen Abmahnungen. In einigen Berichten ist die Rede davon, dass hier 19.000 Euro Schadensersatz für 3 Bilder von einem Blogger gefordert werden. Hier ist allerdings eine gewisse Skepsis angebracht. Die 19.000 Euro dürften aber wohl eher der so genannte Gegenstandswert sein, nach dem sich die Anwaltskosten berechnen, nicht der Schadensersatz, den der Abgemahnte zahlen muss.

Interessant ist an dieser Stelle auch, dass einige der Abgemahnten darstellen, dass Sie vom Fotografen udn somit dem Urheber der Bilder die ausdrückliche Erlaubnis zur Nutzung erhalten haben, in einigen Fällen ageblich sogar schriftlich.  

Fazit:

Betroffene, die ebenfalls eine solche Abmahnung erhalten haben, kann nur dringend empfohlen werden, einen auf Internet- und Urheberrecht spezialisierten Anwalt mit der Prüfung der Abmahnung zu beauftragen.

So kann nicht nur eine Einschätzung erfolgen, ob die Höhe vom Schadensersatz gerechtfertigt ist, sondern auch die häufig zu weit gefasste Unterlassungserklärung entsprechend angepasst werden. Dies ist besonders wichtig, da eine einmal abgegebene Unterlassungserklärung quasi ein Leben lang gilt und eine Vertragsstrafe auch noch nach 10 oder 20 Jahren gefordert werden kann.

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Kommentare  
grace curran
0 # grace curran 15.05.2018, 01:36 Uhr
BITTE LESEN SIE: Mein Name ist Grace Curran, ich möchte über eine Erfahrung sprechen, die meinem Geschäft und meiner Familie im Allgemeinen sehr geholfen hat, nachdem ich meinen Ehemann verloren habe. Gerade letzten Monat hatte ich einen großen Verlust in meinem Geschäft, der mich so sehr in Schulden brachte, ich konnte nicht anders. Ich war kurz davor, obdachlos zu werden und wegen schlechter Kredite und Schulden mein Geschäft zu verlieren. Ich wurde so verzweifelt, dass ich nicht wusste, wo ich Hilfe bekommen konnte. Ich konnte keinen Kredit von Banken und anderen Finanzinstituten bekommen, die ich aufgrund meiner schlechten Kreditwürdigkeit kontaktiert hatte. Dann machte ich mich auf die Suche nach einer anderen Alternative, wo ich von $ 3.100 betrogen wurde. Bis ich über CREDIT FAST UND FINANCING INTL gelesen habe, wo ich ohne Stress ein Darlehen bekommen habe. Ich habe jetzt einen anständigen Kredit, meine Schulden bezahlt und mein Geschäft läuft mehr als je zuvor und mein Kredit ist voll beigelegt. Sie können sie auch erreichen unter:
KONTAKTE:
Johnshon Ricarioni

Für mehr Informationen. Alles dank Gott allmächtig und das Management von FAST CREDITS und FINANCING INTL dafür, dass dies zustande kommt. Ich teile dies, damit alle, die in Not sind, ein Teil davon sein können.
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Jim
0 # Jim 05.08.2019, 19:02 Uhr
Ich bin mal sehr gespannt wohin unsere Gesetzeslage noch führen soll. Diese ständigen sehr kostspieligen Abmahnungen, die ja häufig schon für bereits kleine Rechtsverstöße gemacht werden, können ja ganz schnell die Existenzgründern von noch unerfahrenen Neueinsteigern zerstören und diese in die Privatinsolvenz treiben. Es wird allerhöchste Zeit die Gesetzeslage mal so zu ändern, das ein abmahnender Mitbewerber daraus keine eigenen finanziellen Vorteile mehr hat. Nur so kann man dem Abmahnmissbrauch mal wirksam entgegen treten. Meiner Meinung nach sollte es durchaus für jeden zumutbar sein, bei kleinen Vergehen erst mal kostenlos Kontakt aufzunehmen und zu versuchen die Streitigkeiten so zu klären. Man muss ja nicht immer sofort teure Rechtsstreitigkeiten gegen andere Menschen starten.
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