3 Sterne für die Kollegin: App zur Bewertung von Menschen ab November im App-Store?

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Wie Hotel, Friseur oder Fitnessstudio sollen künftig auch Mitmenschen bewertet werden können. Wer bei der App namens „Peeple“ angemeldet ist, kann für jede andere Person bis zu fünf Sterne vergeben, und zwar in drei verschiedenen Kategorien. Obwohl die Macher der App von vielen Seiten scharf angegriffen werden, könnte sie ein finanzieller Erfolg werden.

Peeple: „Einschätzung von Mitmenschen leicht gemacht“

Ob es um einen Autokauf geht, eine Urlaubsreise oder auch nur ein Abendessen – immer häufiger lassen wir uns von Online-Bewertungsportalen in unseren Entscheidungen beeinflussen. Julia Cordray, eine junge Unternehmerin aus Kanada, vermisste bisher offenbar eine Möglichkeit, sich gründlich über ihre Nachbarn, ihre Arbeitskollegen und neue Bekanntschaften zu informieren. Also gründete sie kurzerhand Peeple, zusammen mit einer befreundeten jungen Mutter, die sich durch die neue App Hilfe bei der Suche nach geeigneten Babysittern erhofft.

Was wie ein Scherz klingt, nehmen Insider offenbar sehr ernst: Laut Washington Post wird der Wert des Unternehmens auf mehr als sieben Millionen Dollar geschätzt.

Zeit zur Aussprache bei negativen Bewertungen

Um sich bei Peeple anzumelden, braucht man lediglich einen Facebook-Account und ein Mindestalter von 21 Jahren. Wer eine Person bewerten will, muss versichern, sie auch zu kennen. Dann können bis zu fünf Sterne in den Kategorien Persönlich, Beruflich und Romantisch vergeben werden. Positive Bewertungen erscheinen gleich, Negative erst nach 48 Stunden: In dieser Zeit erhält der Betroffene eine Nachricht und kann gegebenenfalls eine Unstimmigkeit mit dem Kritiker klären.

Über Personen, die nicht bei Peeple registriert sind und daher keinen Zugriff auf die App haben, werden nur positive Aussagen veröffentlicht. Die Betreiberinnen legen außerdem Wert darauf, dass Beleidigungen oder Informationen über das Intimleben oder den Gesundheitszustand anderer Menschen aus der App gelöscht werden.

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Viel Arbeit für deutsche Gerichte

Während die beiden Macherinnen angeben, Liebe und eine positive Einstellung mit ihrer App verbreiten zu wollen, befürchten die zahlreichen Kritiker Gerüchte und Mobbing. Um das Profil einer anderen Person erstmals zu erstellen, braucht man lediglich deren Telefonnummer – eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es nicht.

Negative Behauptungen, ob zutreffend oder nicht, werden erst nach einem Jahr gelöscht. Die Möglichkeit, direkt in der App Stellung zu eventuellen Vorwürfen zu nehmen, ist da nur ein schwacher Trost. Zumindest in Deutschland dürfte nach einem Start von Peeple eine Menge Arbeit auf die Gerichte zukommen.

Fazit:

Eine neue App soll es möglich machen, Menschen anhand von drei Kriterien zu bewerten. Die Gründerinnen wollen damit Unterstützung bei der Suche nach Bekanntschaften bieten; Kritiker befürchten allerdings eine Plattform für Tratsch und böse Bemerkungen. Sollte „Peeple“ wie geplant im November starten, sind Klagen in Deutschland vorprogrammiert.

 

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