Stiftung Warentest: Sind smarte Spielzeuge eine Gefahr für Kinder?

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Dank ungesicherter Bluetooth-Verbindungen können sich Nachbarn oder Passanten problemlos mit sogenannten intelligenten Robotern und Kuscheltieren verbinden. Das einfache Herunterladen einer frei zugänglichen App reicht aus, um Kinder mit entsprechenden Smart Toys in der Umgebung auszufragen oder zu bedrohen. Datenschützer warnen deshalb davor, die Spielzeuge digital zu benutzen.

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Über das Kuscheltier können Fremde Kontakt zum Kind aufnehmen

Der knuffige Teddy für 18 und der bellende Roboterhund für 216 Euro haben eines gemeinsam: Jeder, der sich in der Reichweite der Bluetooth-Verbindung befindet, kann sie steuern. Ob auf dem Spielplatz, in der Nachbarwohnung, oder vor dem Kinderzimmerfenster. Eigentlich soll sich die Kommunikation auf Eltern und Familienmitglieder beschränken. Doch gegen fremden Zugriff ist sie nicht gesichert. Der futuristisch aussehende, knallorangefarbene „I-Que Robot“ beispielsweise spricht mit seiner metallischen Stimme alles aus, was in die App eingegeben wird. „Räum Dein Zimmer auf“ zum Beispiel. Oder „Komm doch mal schnell raus, ich will Dir was Tolles zeigen!“

Nach dem Test von sieben smarten Spielzeugen kommt die Stiftung Warentest zu einem unbefriedigenden Ergebnis. Da Verbindungen teilweise nicht mit Passwörtern gesichert werden, sind sie auch für Außenstehende problemlos zugänglich. Je nach Funktionsweise können sie so Geräusche aus dem Kinderzimmer abhören oder sogar selbst mit den kleinen Besitzern Kontakt aufnehmen.

Zweifelhafter Umgang mit Nutzerdaten

Weniger dramatisch, aber dennoch überflüssig ist aus Sicht der Stiftung Warentest der Umgang mit Daten durch die Spielzeughersteller. Namen und Geburtstage der Kinder werden über die Apps ebenso erfasst, wie die Identifikationsnummer des Smartphones oder des Mobilfunkanbieters. Zusammen mit den Nutzungsgewohnheiten werden sie zum Teil auf großen Servern gespeichert und können gegebenenfalls weiter ausgewertet werden. Und sind auch für Hacker eine schnelle Beute. Denn die Passwörter für die Benutzerkonten der App sind nach Angaben der Tester zwar verschlüsselt, aber nicht zusätzlich codiert.

Fazit:

Nicht immer muss smartes Spielzeug sofort aus dem Kinderzimmer verschwinden. Allerdings haben die Tester deutlich gemacht, dass die Sicherheit digitaler Puppen und Roboter immer noch vernachlässigt wird. Wer ganz sicher gehen will, kann Teddy und Schmusekatze allerdings völlig gefahrlos analog, also als Kuscheltier nutzen.

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