Accounts blockiert: Twitters Probleme beim Jugendschutz

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Im Zusammenhang mit dem europaweiten Geltungsbeginn der DSGVO achtet Twitter seit Ende Mai genauer auf das Alter seiner Nutzer. Und zwar auch rückwirkend. Das führt zu kuriosen Ergebnissen: Erwachsene Mitglieder werden plötzlich blockiert, weil sie bei der Accounterstellung noch keine 13 Jahre alt waren. Auch junge Organisationen und Unternehmen sind betroffen.

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DSGVO führt zu Überprüfung längst geltender Regelung

Die Altersgrenze bei Twitter ist nicht neu. Bisher allerdings wurde ihr wenig Bedeutung beigemessen. Die Angabe des Geburtsdatums erfolgt freiwillig und wurde nicht kontrolliert. Jetzt aber zeigt sich, wer beim Anlegen seines Kontos rein rechnerisch noch unter der Schwelle von 13 Jahren lag. Denn solche Accounts wurden in den vergangenen Tagen teilweise blockiert. Die britische Tageszeitung „Guardian“ berichtet beispielsweise von einem 20-Jährigen, der eine Einverständniserklärung seiner Eltern vorlegen sollte.

Aktuelles Alter wird nicht berücksichtigt

Eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens liegt bisher nicht vor. Der „Guardian“ will aber erfahren haben, dass eigentlich nur die Tweets der unter 13-Jährigen entfernt werden sollen. Da die verwendete Software allerdings das derzeitige Alter der User nicht berücksichtigt, werde zunächst der gesamte Account blockiert. Einige Betroffene hätten ihren Zugang aber schnell wiedererlangt, nachdem sie aussagekräftige Papiere vorgelegt hätten.

Auch Organisationen können „minderjährig“ sein

Aber nicht nur natürliche Personen sind betroffen. Auch Unternehmen oder Vereine, Redaktionen oder Bands, die statt eines Geburts- ihr Gründungsdatum eingegeben haben, wurden gesperrt. Auch sie müssen nun glaubhaft machen, dass ihre Social-Media-Verantwortlichen alt genug sind, um in ihrem Namen Nachrichten zu veröffentlichen. Und können nur hoffen, dass ihnen ihre Follower so lange treu bleiben.

Fazit:

Wer bereits im Grundschulalter verbotenerweise mit dem Twittern begonnen hat, kann jetzt noch Jahre später auffliegen. Auch Firmen oder Gruppen, die ihr Gründungsjahr als Geburtsdatum angegeben haben, müssen mit einer begrenzten Sperrung ihres Accounts rechnen. Es bleibt abzuwarten, ob Twitter die übrigen Vorschriften aus der DSGVO ebenso sorgfältig umsetzen wird.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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