Datenschutz: Welche Informationen dürfen Start-Ups weitergeben?

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Das Stichwort Due Diligence ist immer dann von Bedeutung, wenn es um Finanzierungs- bzw. Investmentfragen geht. Dabei wird durch das Verfahren eine genau Prüfung durch den potenziellen Investor vorgenommen: Die Due Diligence dient primär der eigenen Absicherung und hat wesentlichen Einfluss auf die Vertragsverhandlungen und die damit verbundenen Rahmenbedingungen.

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Due Diligence ist für Startups von übergeordneter Bedeutung

Durch das Aufkommen der zahlreichen Startups haben auch die Due Diligence-Verfahren in dem Bereich zugenommen: Startups sind mehr als traditionelle Unternehmens an starken Geldgebern interessiert, die eine Geschäftstätigkeit oft überhaupt erst möglich machen. Gründer sind daher gehalten, mit maximaler Transparenz alles offenzulegen, was eine Beteiligung beeinflussen kann.

Unter datenschutzrechtlichen Aspekten kann das problematisch werden: Besonders durch die seit Mai 2018 geltende Datenschutzgrundverordnung ist die Offenlegung von Datensätzen rechtlich nicht ohne weiteres möglich. Verstöße gegen die DSGVO können ein junges Startup-Unternehmen gerade in der Anfangszeit mit empfindlichen finanziellen Sanktionen treffen.

Informationen an Investoren unterliegen der DSGVO

Natürlich sind Gründer bemüht, Investoren und Geldgeber so schnell wie möglich von der eigenen Idee zu überzeugen. Das darf aber nicht auf Kosten des Datenschutzes gehen – bei der Due Diligence sollten daher anstelle der personenbezogenen Daten lieber anonymisierte Daten ausgetauscht werden.

Eine Ausnahme bilden die Daten, die sich auf die Gründer selbst beziehen (zum Beispiel Lebenslauf, Name, Adresse, sonstige Kontaktdaten) – hier haben Sie als Unternehmer natürlich das Recht, Ihre eigenen Daten an die Investoren weiterzugeben. Demgegenüber sollten Sie bei Verträgen, Geschäftskontakten von Kunden bzw. Auftraggebern oder der E-Mail-Kommunikation die nach Art. 4 DSGVO geschützten personenbezogenen Daten löschen bzw. unkenntlich machen.

Weitergabe von Daten bei der Due Diligence

Grundsätzlich gilt: Personenbezogene Daten fallen in den Schutzbereich der DSGVO. Deren Verarbeitung – und dazu zählt als klassisches Beispiel auch die Weitergabe – ist nur dann rechtlich zulässig, wenn Sie durch das Einverständnis des Betroffenen gedeckt ist oder ein berechtigtes Interesse (im konkreten Fall des Investors bzw. des Startup-Gründers) vorliegt. Das berechtigte Interesse ist natürlich der anvisierte Vertragsschluss zur Finanzierung des Startups. Aber auch dieses deckt die Weitergabe von Daten nur dann, wenn diese wirklich für die Entscheidung zur Investition relevant sind.

Fazit

Wichtig zu wissen: Natürlich sind für potenzielle Investoren Angaben zur Betriebsgröße und damit auch zu den personellen Ressourcen ein wichtiger Eckpunkt. Diese können Sie aber ohne weiteres auch anonymisiert weitergeben und so einen Verstoß gegen die DSGVO vermeiden. Besonders sensible Daten gem. Art. 9 DSGVO sind von der Weitergabe grundsätzlich ausgeschlossen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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