Soziale Netzwerke: Verarbeitung von Userdaten nach wie vor intransparent

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Eigentlich soll die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) dafür sorgen, dass Nutzer nachvollziehen können, wie Unternehmen ihre Daten verarbeiten. Die Verbraucherzentrale NRW hat in einer Studie jetzt jedoch herausgefunden: User haben nach wie vor nur wenig Kontrolle über ihre Daten. Was genau bemängeln die Verbraucherschützer? Und welche Netzwerke verletzen die Bestimmungen der DSGVO?

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Soziale Netzwerke im Fokus der DSGVO

Mehr als 80 Prozent der über 14-Jährigen sind in Deutschland bei sozialen Netzwerken angemeldet. Das hat der Branchenverband Bitkom in einer aktuellen Untersuchung ermittelt. Dabei tauschen sie unzählige private Fotos, Gedanken und Infos aus. Die DSGVO soll daher vor allem bei Facebook, Twitter und Co. dafür sorgen, dass Userdaten dort gut aufgehoben sind. Sind sie aber nicht, so das Resultat der Untersuchung der Verbraucherschützer.

Das sagt die DSGVO zu Nutzerdaten

Die DSGVO schreibt Unternehmen und damit auch sozialen Netzwerken vor: Sie müssen ihre Dienste so voreinstellen, dass sie nur die personenbezogenen Daten verarbeiten, die für den jeweiligen Zweck notwendig sind. Denn: Insbesondere bei Plattformen wie Facebook, YouTube und Snapchat ändern Nutzer die Datenschutzeinstellungen nicht. Die Voreinstellungen sind in vielen Fällen jedoch alles andere als userfreundlich. Das ist das Ergebnis der Verbraucherschützer.

So verletzen soziale Netzwerke die Bestimmungen der DSGVO

Facebook, WhatsApp, Twitter, Instagram, Snapchat und LinkedIn fordern User auf, ihre Kontakte auf dem Smartphone an sie zu übermitteln. WhatsApp ist erst gar nicht nutzbar, wenn User dem nicht nachkommen. Lediglich YouTube und Pinterest gehen hier mit gutem Vorbild voran und verlangen keine Übertragung der Kontakte.

Darüber hinaus bemängeln die Verbraucherschützer auch, dass die Netzwerke nach den Mobilfunknummern der User fragen. Das ist für eine Nutzung von Plattformen wie beispielsweise Facebook jedoch nicht nötig.

Schwammig formulierte Datenschutzerklärungen

Zudem geben die Datenschutzerklärungen der Netzwerke Anlass zur Kritik. Sie verwenden schwammige Formulierungen zur Dauer der Datenspeicherung, so dass User hier im Dunkeln bleiben. Das gilt auch für die Weitergabe der Userdaten. Die Plattformen nennen hier keine genauen Empfänger. Sie beschränken sich auf allgemeine Ausdrücke wie „Unternehmen“ und „Dritte“ – ein weiterer Verstoß gegen die DSGVO. Und: Die Unternehmen machen nicht ausreichend klar, welche Rechte Nutzer gegenüber ihnen haben, wie zum Beispiel ihr Auskunftsrecht zu ihren gespeicherten Daten.

Fazit

Obwohl die DSGVO bereits seit mehr als 4 Monaten gilt, haben die sozialen Netzwerke ihre Plattformen noch nicht gesetzeskonform angepasst. Facebook, WhatsApp und Co. sind daher weiter intransparent – und User nach wie vor ohne Kontrolle über ihre eigenen Daten.

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