Werbetracker: Zahl sinkt seit Start der DSGVO

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Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) soll Usern mehr Kontrolle über ihre Daten im Netz geben. Die seit Ende Mai geltenden Bestimmungen hatten daher auch einen erheblichen Einfluss auf den Einsatz von Werbetrackern. Was hat sich seitdem geändert? Eine Studie hat herausgefunden: Nutzer werden von weniger Trackern verfolgt. Sind Userdaten ein Stückchen sicherer geworden?

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Das hat die Studie untersucht

Die Studie von Cliqz und Ghostery wollte herausfinden, welche Auswirkungen die DSGVO auf die Tracker-Landschaft und den Online-Werbemarkt in Europa hat. Dazu hat sie die Zahl der Werbetracker vor und nach dem Start der DSGVO untersucht. Im Blickpunkt standen dabei die von Europäern 2000 meistbesuchten Webseiten. Insgesamt hat die Studie 300 Millionen Seitenaufrufe unter die Lupe genommen.

Was machen Werbetracker?

Werbetracker sammeln Daten über das Verhalten von Nutzern auf Webseiten, um ihnen auf dieser Basis personalisierte Werbung anzuzeigen. Je mehr Tracker Unternehmen einsetzen, desto mehr Informationen können sie über ihre User sammeln. Das heißt auch: Desto mehr Geld können sie mit ihnen verdienen.

So viel Geld bringen Werbetracker ein

Dass Tracking ein lukratives Geschäft ist, zeigen diese Zahlen: 2018 weist der weltweite Online-Werbemarkt ein geschätztes Volumen von 270 Milliarden US-Dollar auf. Bis 2020 soll diese Zahl um über 20 Prozent anwachsen.

So viel Reichweite haben Werbetracker verloren

Ein Vergleich der Monate April und Juli 2018 zeigt: Die durchschnittliche Zahl der Tracker pro Webseite in der EU ging um 3,4 Prozent zurück. Die USA kam ohne DSGVO auf ein Plus von 8 Prozent. Der Rückgang der Tracker fand in allen Kategorien von Webseiten statt. News-Seiten sind dabei nach wie vor der König der Werbetracker. Im Vergleich zum April lag der Wert im Juli jedoch 7,5 Prozent niedriger. In Onlineshops fiel die Tracker-Zahl um 6,9 Prozent. Reise-Portale verzeichneten einen Rückgang von 6,7 Prozent.

Facebook und Google mit unterschiedlichen Ergebnissen

Facebook musste durch weniger Tracker 7 Prozent seiner Reichweite einbüßen. Bei Google war das jedoch nicht zu beobachten. Der Suchmaschinenkonzern konnte seine Reichweite um 1 Prozent steigern. Das dürfte möglich sein, weil Google über ausreichend Ressourcen verfügt, um alle Anforderungen der DSGVO gesetzeskonform umzusetzen.

Fazit

Die DSGVO hat dafür gesorgt, dass Unternehmen per Tracking weniger Daten von Usern in der EU sammeln. Google konnten die neuen Vorschriften nicht beeindrucken. Der Konzern hat seine führende Position weiter ausgebaut.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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