Snapchat: Mitarbeiter spähen User aus

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Derzeit vergeht kaum eine Woche, ohne dass ein neuer Datenskandal bekannt wird. Diesmal haben Snapchat-Mitarbeiter User der App ausgespäht. Das berichten Angestellte sowie zeigen interne Mails des Unternehmens. Wie konnten die Mitarbeiter auf die Nutzerdaten zugreifen? Und welche Daten schauten sie sich an?

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Wie haben Snapchat-Mitarbeiter User-Daten eingesehen?

Die Snapchat-Mitarbeiter nutzten unter anderem das interne Werkzeug „SnapLion“. Eigentlich dürfen das Tool nur bestimmte Abteilungen verwenden, wie zum Beispiel die „Spam and Abuse“-Sparte. Diese kann über SnapLion gegen Mobbing und Belästigung in der App vorgehen. Daneben haben auch die Abteilungen für Sicherheit und Kundengeschäft Zugriff auf SnapLion. Grundsätzlich nutzt das Unternehmen das Programm auch, um im Zuge von strafrechtlichen Ermittlungen User-Daten zusammenzutragen.

Diskussion um Tool-Einsatz

Mittlerweile sollen Mitarbeiter SnapLion auch für administrative Aufgaben verwenden, zum Beispiel für das Zurücksetzen von Userpasswörtern. Es soll daher immer wieder Diskussionen gegeben haben, wie das Unternehmen den internen Datenzugriff eindämmen könnte.

Welche User-Daten haben Snapchat-Mitarbeiter eingesehen?

Die Mitarbeiter haben gespeicherte Bilder und Videos, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und User-Standorte eingesehen. Wie viele Infos sie wann eingesehen haben, ist nicht bekannt. Einige der Vorfälle sollen vor einigen Jahren passiert sein.

So hat Snapchat auf die Vorwürfe reagiert

Snap hat die konkreten Vorwürfe nicht dementiert, die Darstellung jedoch zurückgewiesen. Das Unternehmen gab in einer Erklärung an, die Privatsphäre seiner User sehr ernst zu nehmen und nur wenige Daten zu speichern. Strikte Richtlinien und Kontrollmechanismen würden den internen Datenzugriff zudem beschränken. Mitarbeiter, die missbräuchlich auf Daten zugreifen, würden sofort entlassen, so Snap.

Fazit

Dieser Vorfall ist nicht der erste Ärger, den Snapchat mit den Themen Datenschutz und Datensicherheit hat. Im Dezember 2013 waren 4,6 Millionen Daten, unter anderem Telefonnummern von Usern, im Web aufgetaucht. Im Oktober 2014 gerieten rund 200.000 User-Bilder ins Netz. Und: Die US-Handelsaufsicht hatte 2014 eine Geldstrafe gegen Snapchat verhängt, da dies nirgendwo angegeben hatte, Geodaten zu sammeln und zu speichern.

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