DSGVO: Online-Bank N26 muss 50.000 Euro Bußgeld zahlen

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Ein Jahr nach dem Start der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) haben die Datenschutzbeauftragten der einzelnen Länder insgesamt über 70 Bußgelder verhängt. Jetzt hat es die Online-Bank N26 getroffen. Sie soll ein Bußgeld in Höhe von 50.000 Euro zahlen. Wie hat die Bank die Vorgaben der DSGVO verletzt? Und ist das das höchste Bußgeld, das ein Unternehmen in Deutschland bisher zahlen muss?

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So hat die Bank gegen die DSGVO verstoßen

Die Bank N26 hat personenbezogene Daten ehemaliger Kunden unbefugt verarbeitet. Dazu führte sie eine „schwarze Liste“ von Kunden, die kein Konto mehr eröffnen dürfen. Das ist jedoch nur bei Kunden erlaubt, die im Verdacht der Geldwäsche stehen.

N26 mit weiteren Mängeln

N26 machte in den letzten Wochen immer wieder negative Schlagzeilen. So kursierten Berichte über schlechten Kundenservice, der bei Phishing-Opfern zu hohem Schaden geführt haben soll. Und: Die Finanzaufsicht Bafin rügte die Bank, weil sie nicht ausreichend Vorkehrungen gegen Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus treffe. Zudem müsse die Bank mehr Arbeitsabläufe schriftlich festhalten und Rückstände bei der Kontrolle verdächtiger Transaktionen aufarbeiten. Dafür müsse sie vor allem mehr Personal einsetzen.

DSGVO: Zahl der verhängten Bußgelder wächst

Seit dem Start der DSGVO gab es rund 150.000 Beschwerden wegen Datenschutzverstößen. Erst kürzlich musste Google 50 Millionen Dollar zahlen. Die Strafe für die Bank N26 gehört mit 50.000 Euro bisher zu den höchsten der Bundesrepublik. Den Rekord hält nach wie vor eine Firma, die aufgrund unzureichender interner Kontrollmechanismen Gesundheitsdaten im Netz öffentlich einsehbar machte. Dafür verhängte der baden-württembergische Datenschutzbeauftragte Stefan Brink eine Strafe von 80.000 Euro. Zu den unrühmlichen Spitzenreitern gehört auch das Netzwerk Knuddels, das 20.000 Euro Strafe zahlen musste, weil es User-Passwörter unverschlüsselt speicherte.

Fazit

N26 hat die betroffenen Kunden mittlerweile von der schwarzen Liste genommen. Die Bank will die Strafe trotzdem nicht auf sich sitzen lassen. Das Unternehmen hat Widerspruch gegen den Bußgeldbescheid eingelegt.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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