Facebook und Co.: Müssen sie bald den Wert von Nutzerdaten offenlegen?

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Auf den ersten Blick sind Angebote im Web, wie Facebook, Google und YouTube, kostenlos. Dass die Unternehmen mit den gewonnenen Nutzerdaten jedoch Geld verdienen, ist nicht allen Usern bewusst. Die US-Senatoren Mark Warner und Josh Hawley arbeiten daher an einem Gesetzesentwurf. Dieser besagt: Große Unternehmen müssen den Wert ihrer Nutzerdaten offenlegen. Wie viel sind Nutzerdaten wert? Und was wollen die Senatoren mit dem Gesetz bewirken?

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Wozu soll der Gesetzesentwurf verpflichten?

Unternehmen aus dem Bereich Datensammlung und Datenverarbeitung mit mindestens 100 Millionen aktiven Usern pro Monat müssen diesen alle 90 Tage mitteilen, welche Daten sie sammeln, wie sie diese nutzen und was sie wert sind. Und: Einmal im Jahr müssen die Konzerne der US-Börsenaufsicht den addierten Wert aller Nutzerdaten melden. Dabei sollen sie offenlegen, wie genau und mit welchen Partnerunternehmen sie Umsätze erwirtschaften.

Das soll der Gesetzesentwurf bewirken

Die US-Senatoren wollen Usern zeigen, dass Daten im digitalen Zeitalter das wichtigste Kapital von Unternehmen sind – und diese damit tatsächlich Geld verdienen. So wollen sie ein Bewusstsein für den Wert von Daten schaffen.

Wie viel wert sind Userdaten?

Wie viel Userdaten wert sind, ist umstritten. Eine anerkannte Methode, um den Wert zu ermitteln, gibt es nicht. Der Senator Mark Warner geht davon aus, dass Userdaten rund 5 Dollar im Monat wert sind. Der deutsche Sachverständigenrat für Verbraucherfragen hat 2017 in einer Studie herausgefunden: Der Datensatz eines Verbrauchers mit mehr als 30 Merkmalen ist etwa einen Euro wert.

Einen Hinweis, um den Wert von Userdaten zu bestimmen, könnten die Werbeumsätze der Unternehmen pro Nutzer pro Quartal liefern. Facebook beispielsweise kam Ende 2018 auf einen Umsatz von gut 6 Dollar. Google machte rund 34 Dollar Umsatz pro Quartal und Nutzer. Um den Wert von Nutzerdaten einheitlich zu bestimmen, müsste die United States Securities and Exchange Commission (SEC) eine Metrik entwickeln.

Fazit

Die US-Senatoren wollen den Gesetzesentwurf in der nächsten Woche in einer ersten Lesung im Plenum vorstellen. Sollte es tatsächlich zu einer Umsetzung kommen, würde die USA den Datenschutz transparenter gestalten als die Datenschutz-Grundverordnung in der EU.

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