DSGVO: British Airways soll Strafe in Höhe von etwa 200 Millionen Euro zahlen

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Aufgrund einer Verletzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) fordert die britische Datenschutzbehörde Information Commissioner's Office (ICO) von der Fluggesellschaft British Airways eine Zahlung in Höhe von etwa 200 Millionen Euro.

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Was British Airways vorgeworfen wird

Aufgrund eines angeblichen Hacker-Angriffs im Sommer 2018 soll British Airways persönliche Daten von rund 500 000 ihrer Kunden verloren haben. Unter anderem sollen die Kundendaten durch eine Umleitung bei der Online-Flugbuchung auf eine Betrugsseite angegriffen worden sein. Diese erlangten Zugriff auf sensible Daten wie Login-Daten oder Kreditkarteninformationen.

Normalerweise wird von Unternehmen in solchen Fällen eine Zahlung von 4% des jährlichen Umsatzes verlangt. Diese Prozentgrenze wäre trotz der sehr hohen und medienaufregenden Zahlungsforderung im Falle von British Airways mit 1,5% noch nicht erreicht.

Wie geht es mit British Airways weiter?

ICO traf am Montag die noch nicht endgültige Entscheidung, von British Airways wegen der Verletzung der DSGVO die Zahlung zu fordern. Nun wird ermittelt, ob British Airways hinreichende Vorkehrungen getroffen hat, um die Kundendaten zu schützen oder nicht. Dies beweist wie verheerend eine Verletzung der Datenschutzgrundverordnung sein kann. Die Kundenrechte sollten nicht nur von großen Unternehmen wie British Airways sondern auch von kleineren Unternehmen nicht unterschätzt werden.

Datenschutzverstoßsanktionen in Europa

In einem ebenfalls Datenschutzrechte betreffenden Fall bezüglich Cambridge Analytica sollte Facebook lediglich umgerechnet 500.000 Pfund zahlen. Die von British Airways verlangte Summe ist also momentan die höchste, die von der ICO gefordert wurde.

In Deutschland fallen die Sanktionen hingegen deutlich geringer aus. Einer Umfrage der "Welt am Sonntag" für 15 Bundesländer in Deutschland zufolge lag die höchste von den Datenschutzbehörden verhängte Sanktion bei 80.000 Euro. In 81 Fällen wurden Bußgelder in Höhe von 485.490 Euro verhängt, also im Durchschnitt rund 6.000 Euro.

Fazit

Nur über solche drastischen Sanktionen spüren Unternehmen wie hoch der Schutz der persönlichen Kundendaten gewährleitstet werden muss. Auch nach dem Brexit werden britische Unternehmen bei der Verletzung von Datenrechten von solchen und weiteren Regelungen betroffen sein.

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