Datenhack: Millionen Daten von bulgarischer Finanzbehörde kopiert

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Unbekannte haben offenbar die Datenbank einer staatlichen Behörde in Bulgarien geknackt. Dabei hatten sie Zugriff auf persönliche Informationen zu Steuern und Rentenabgaben von rund fünf Millionen Menschen. In einem Bekennerschreiben wird damit gedroht, sämtliche Daten zu veröffentlichen. Die Täter fordern, WikiLeaks-Gründer Julian Assange freizulassen.

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Erster großer Hackerangriff in Bulgarien

Es handele sich um ein „IT-Tschernobyl“, beschreibt der Experte für Cybersicherheit Jassen Tanew. Einem oder mehreren Unbekannten ist es gelungen, auf den Server der zentralen Steuerbehörde NAP zu gelangen. Und das wohl schon vor knapp drei Wochen. Drei bulgarische Medien erhielten heute eine E-Mail des angeblichen Täters. Darin enthalten: ein Link, unter dem ein Teil der kopierten Daten zum Download bereitsteht.

Bekennermails über russischen Server

Inzwischen haben der Finanzminister und die Behörde selbst den Hack bestätigt. Rund drei Prozent der gesamten NAP-Datenbank sollen betroffen sein. Die Behörde verwaltet sämtliche Steuern und Rentenabgaben des Landes. In dem Bekennerschreiben heißt es, man habe persönliche Informationen von fünf der sieben Millionen Staatsbürger Bulgariens erbeutet, außerdem von Ausländern und Unternehmen. Sollten die Sicherheitsbehörden nicht „die Wahrheit“ über den Angriff bekannt geben, werde man weitere Daten ins Netz stellen.

Rüstungsdeal als Motiv?

Der Absender des Bekennerschreibens bezeichnet sich als russischen Staatsbürger. Wohl auch deshalb schließt die Regierung einen politischen Hintergrund nicht aus. Man verweist darauf, dass Bulgarien kürzlich eine wichtige Rüstungsinvestition beschlossen habe: Die bisher verwendeten sowjetischen MiG-Kampfjets sollen durch US-amerikanische F-16-Falcons ersetzt werden. Davon allerdings ist in der Mail des Täters nicht die Rede. Sie endet mit der Forderung, WikiLeaks-Gründer Julian Assange freizulassen.

Fazit

Privatleute wie Unternehmer in Bulgarien sind verunsichert. Bei einem Hack wurden offenbar persönliche Daten von Millionen Staatsbürgern abgegriffen, unter anderem zu deren Einkommen, Steuerzahlungen und Rentenversicherung. Regierung und zuständige Behörden wollen den Vorfall nun so schnell wie möglich aufklären.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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