Handy-Überwachung: Wie sammeln Apps Infos zu Usern?

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Smartphone, Tablet und Alexa: Viele Elektronikgeräte sind heute technisch in der Lage, jedes einzelne Wort unseres Alltags mitzuschneiden. Wie wahrscheinlich ist eine Überwachung? Forscher der Northeastern University in Boston haben untersucht, ob und wie Smartphones User überwachen und Daten von ihnen sammeln. Ist das Smartphone die befürchtete Wanze?

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Überwachung per Audio?

Viele User kennen das Szenario: Sie telefonieren oder unterhalten sich mit Freunden in Gegenwart ihres Handys über ein Produkt – und bekommen am nächsten Tag eine Werbeanzeige dazu eingeblendet. Werden User belauscht? Technisch gesehen ist das möglich, so die Forscher der Northeastern University. Sie konnten in einer Studie jedoch nicht beweisen, dass Smartphones User abhören. Dazu haben sie in 2017 und 2018 über 17.000 beliebte Apps für Android untersucht. Zu dem gleichen Ergebnis kam eine Studie von Wandera, einem Unternehmen für Sicherheitslösungen für mobile Endgeräte. Dies hat Apps von Datenkraken wie Amazon, Instagram, Facebook und YouTube genauer unter die Lupe genommen. Keine der Apps zeigte jedoch eine Mikrofon-Aktivität.
Audio unpraktikabel als Informationsquelle

Professor David Choffnes der Northeastern University geht davon aus, dass es zu aufwendig ist, User per Audio zu überwachen. Die Übersetzung und Auswertung der gewonnenen Daten würde zu viel Rechenpower erfordern.

So sammeln Apps Infos zu Usern

Die Forscher gehen jedoch von einer anderen Art der Überwachung aus. So sammeln Apps zum einen zahlreiche Infos zu Usern wie Name, Geburtsdatum, Standort und Kreditkarteninformationen schlichtweg, indem sie danach fragen. Zum anderen haben die Forscher herausgefunden, dass über 9.000 Apps heimlich Screenshots und Videos machen, wenn User ihr Handy nutzen. Diese Daten senden sie dann an Drittanbieter wie Datenanalyse-Firmen.

Praxis-Tipp

Um sich vor der Überwachung per Kamera zu schützen, können Nutzer jeder App auf ihrem Smartphone die Berechtigung für den Zugriff auf die Kamera entziehen. iPhone-User finden die entsprechenden Zugriffsrechte dazu in ihren Einstellungen unter Privatsphäre. Dort können sie unter „Kamera“ sehen, welche Apps darauf zugreifen können. Android-Nutzer können in den Einstellungen unter „Apps“ oder „Apps verwalten“ alle jeweiligen Apps auf einen Zugriff auf die Kamera überprüfen.

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