Cloud-Services unter Beschuss: Spyware Pegasus hat Zugriff auf Daten

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Cloud-Dienste galten bisher immer als tolle Alternative zu herkömmlichen Speichermedien. Die jeweilige Cloud fungiert dabei als unabhängige und daher sichere Einheit und speichert nicht nur Daten, sondern übernimmt auch Aufgaben unterschiedlichster Art. Spyware vom Smartphone soll jetzt auch in der Lage sein, gezielt Daten aus Cloud-Servern von Amazon und Apple abzurufen – und zwar unbemerkt von den betroffenen Usern.

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Cloud-Server zahlreicher Unternehmen sind von der Spyware infiziert

Aber nicht nur Amazon und Apple gehören zu den anvisierten Cloud-Dienstleistern – auch Facebook, Google und Microsoft sind Zielscheiben der möglichen Spyware-Angriffe. Alle Unternehmen haben offiziell erklärt, entsprechende Untersuchungen zu starten und dabei nach potenziellen Sicherheitslücken zu suchen, die diese Angriffe möglich machen.

Bei den Angriffen setzt die Software an den in Smartphones gespeicherten Authentifizierungsschlüsseln an. Eine erste Gegenmaßnahme wäre die regelmäßige Änderung des Passworts für den Zugriff auf die eigenen Cloud-Dienste. Pegasus ist grundsätzlich in der Lage, Messenger-Nachrichten und Mails mitzulesen, Zugangsdaten zu stehlen, Anrufe mitzuschneiden sowie Tonaufnahmen anzufertigen und die Positionsdaten über GPS zu ermitteln.

„Pegasus“ fiel schon in der Vergangenheit negativ auf

Die Spyware ist nicht zum ersten Mal im Einsatz, denn: Bereits mehrfach kam es in der Vergangenheit schon dazu, dass Pegasus zur Bespitzelung eingesetzt wurde. Bevorzugt von staatlichen Stellen, die den Angriff durch Schadcodes nutzten, um Mitarbeiter von Menschenrechtsorganisationen, politische Gegner sowie andere Aktivisten auszuspionieren – so zum Beispiel Dissidenten in Saudi-Arabien. Hersteller von Spyware ist dabei die israelische NSO Group, die sich als Anbieter von Spionage-Software auch international einen Namen gemacht hat.

Werbeversprechen der NSO Group richten sich an Regierungen

Die NSO Group selbst betonte in der Vergangenheit immer wieder, dass die eigenen Produkte und insbesondere Pegasus nur an staatliche Stellen verkauft wird, die als verantwortungsbewusst eingeschätzt werden können. Der Einsatz der Überwachungssoftware in Saudi-Arabien hat Kritiker hier jedoch berechtigt zum Zweifeln gebracht.

Fazit

Ob iOS oder Android: Durch Pegasus ist es nun scheinbar möglich, völlig spurenlos auf die Infrastruktur auch von Cloud-Diensten zuzugreifen. Durch das Klonen des Authentifizierungsschlüssels kann sich der Server als das infizierte Gerät ausgeben – und somit unbegrenzten Zugriff auf die Cloud-Daten erlangen. Microsoft hat User dazu aufgerufen, mehr Achtsamkeit an den Tag zu legen und auch Experten legen Usern nahe, den Passwort-Zugang regelmäßig zu wechseln, um der Spyware den Schlüssel für weitere Maßnahmen zu entziehen.

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