Bußgeld: Facebook stimmt 5 Milliarden US-Dollar-Strafe zu

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Die Skandale rund um das soziale Netzwerk Facebook haben in den vergangenen Jahren nicht nur am Image gekratzt – sie werden jetzt auch teuer, denn gegen die Zahlung einer Summe von stattlichen 5 Milliarden US-Dollar hat sich das Unternehmen nun der Ermittlungen der US-Behörden rund um die Datenschutzpannen entledigt.

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Strafe war für Facebook vorhersehbar

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte offenbar mit einer hohen Strafe gerechnet und bereits entsprechende Summen zurückgestellt. Dennoch konnte das Unternehmen aus Kalifornien immer noch deutliche Gewinne einstreichen – immerhin kam man laut Geschäftsbericht hier auf einen Gewinn von 2,43 Milliarden US-Dollar.

Neben der Strafzahlung hat die FTC zur Auflage gemacht, dass es im Verwaltungsrat des Netzwerks in Zukunft ein Gremium zum Thema Datenschutz-Aufsicht geben soll – dies soll dabei helfen, Datenschutz-Entscheidungen nicht in die Hände einzelner Personen zu legen.

Vergleich mit der FTC ohne Schuldeingeständnis

Vorteil für Facebook: Der Vergleich mit der Handelsaufsicht Federal Trade Commission (kurz: FTC) erforderte kein Schuldeingeständnis der Plattform. Das hat für Kritik gesorgt, denn nach außen wirkt dies wie ein Freikaufen von unseriösen Geschäftspraktiken. Letztendlich ändert auch die vergleichsweise hohe Strafe nichts an dem grundsätzlichen Geschäftsmodell von Facebook und kann dementsprechend auch keine Probleme lösen, die durch die bisherigen Datenschutzverletzungen deutlich geworden sind.

Auslöser für die Ermittlungen war die Causa Cambridge Analytica

Die Ermittlungen für die FTC kamen durch den Datenskandal um Cambridge Analytica ins Rollen – das britische Unternehmen hatte über einen Zeitraum von sieben Jahren auf persönliche Datensätze von Millionen von Usern zugegriffen. Auch der US-Wahlkampf im Jahr 2016 war durch das Unternehmen nachweislich beeinflusst.

In Europa hatten entsprechende Ermittlungen bereits zu einer Strafe geführt: Die Datenschutzbehörde Information Commissioner’s Office (kurz: ICO) hatte Facebook im November 2018 zu einer Strafe in Höhe von 500.000 Pfund verurteilt.

Fazit

Bußgelder, Sanktionen und Vergleiche – die Summen, die Facebook für Verletzungen rund um den Datenschutz zahlt, werden trotz der Selbstverpflichtung des Unternehmens zu mehr Transparenz und Sicherheit nicht weniger. Neben den genannten Summen gibt es nun noch eine weitere Zahlung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC. Auch hier ist Grundlage für die Strafzahlung der Datenskandal rund um Cambridge Analytica und die Tatsache, dass Facebook um die Datenweitergabe wusste, ohne die Nutzer davon zu informieren.

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