Siri: So können User ungewolltes Lauschen verhindern

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Lange hieß es: Sprachassistenten nehmen nur auf, wenn User diese direkt ansprechen. Und: Sie werten die gemachten Sprachbefehle nicht aus. Amazon und Google mussten mittlerweile zugeben: Das stimmt so nicht. Denn: Alexa startet auch mal, ohne dass Nutzer sie angesprochen haben und beide Unternehmen werten regelmäßig Mitschnitte der Assistenten aus. Vor wenigen Tagen musste dann auch Apple eingestehen, dass Siri heimlich lauscht, um die Software zu verbessern. Ein User hat jetzt bei Github eine Möglichkeit vorgestellt, wie Nutzer Siri das unbemerkte Lauschen verbieten können. Was können User tun, um ihre Privatsphäre besser zu schützen?

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So viele Gespräche schneidet Siri mit

Apple gibt an, dass nur 1 Prozent der Siri-Aktivierungen von menschlichen Mitarbeitern ausgewertet werden. Apple verbinde die Auswertung zudem nicht mit der Apple-ID des jeweiligen Users. Trotzdem fordern immer mehr Nutzer, dass das Unternehmen ihnen die Option gibt, Siri-Aufnahmen nicht auf den Servern speichern zu lassen. Apple gibt dazu an, dass Nutzer ihre Standortinfo oder Siri stattdessen gänzlich ausschalten können.

Nutzer erstellt iOS-Profil

Der User Jan Kaiser zeigte jetzt auf Github eine Möglichkeit, Siri das Lauschen zu verbieten – und den Sprachassistenten trotzdem weiter wie gewohnt nutzen zu können. Dazu hat er ein iOS-Profil und die dazu gehörige Dokumentation veröffentlicht. Installieren User das Profil, können sie die Protokollierung von serverseitigen Siri-Befehlen deaktivieren.

Wie können User Siri vom Mitschneiden abhalten?

Nutzer müssen zunächst mit ihrem iPhone oder iPad auf Github die von Jan Kaiser veröffentlichte Datei „Prevent server-side logging of Siri commands.mobileconfig“ öffnen und auf „Raw View“ umstellen, um das Profil herunterzuladen. Danach müssen sie die Installation in den Einstellungen ihres Geräts nur noch abschließen.

Fazit

Bis Apple es Nutzern möglich macht, die Auswertung von Befehlen zu verbieten, steht ihnen bisher nur dieser Umweg zur Verfügung, um sich vor dem Lauschen zu schützen. Dass es sich bei den Mitschnitten auch mal um Privatgespräche handeln kann, fand der Guardian heraus. So soll Siri bei der Apple Watch regelmäßig starten, wenn Nutzer den Arm heben.

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