Thailand-Touristen: Datenleck betrifft auch deutsche Reisende

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Daten, die die eigene Gesundheit betreffen, gelten völlig zu Recht als vertraulich und sensibel. Umso kritischer ist daher das Datenleck zu bewerten, das in Thailand auch deutsche Reisende betroffen hat – offensichtlich waren hier nicht nur Daten in großer Zahl abrufbar, sondern auch ganze Krankenakten.

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Passkopien, Krankenakten und Rezepte konnten abgerufen werden

Obwohl noch unklar ist, wie lange überhaupt die Datensätze abgerufen werden konnten, ist jetzt schon klar, dass das Datenleck keineswegs nur als kleine IT-Panne zu bewerten ist. Immerhin gab es von mehr als 2.000 Touristen Passkopien, Krankenakten, Handynummern und E-Mail-Adressen. Laut offiziellen Verlautbarungen waren davon auch 130 deutsche Reisende betroffen.
Ursprung für das Datenleck ist das thailändische Gesundheitsministerium. Hier werden die Anmeldungen für verschreibungspflichtige Medikamente gesammelt, die vor einem Thailand-Urlaub zwingend vorzunehmen sind – nur so ist die Einfuhr in das asiatische Land auf legalem Weg möglich.

Gezielter Hacker-Angriff als mögliche Ursache

Wie es zu der Panne kam, ist nun Gegenstand von weiteren Untersuchungen. Experten gehen davon aus, dass sowohl Fehler bei Wartungsarbeiten als auch gezielte Angriffe von Hacker hinter dem Datenleck stecken können.

Aus den Unterlagen, die im Internet abrufbar waren, gehen übrigens auch zahlreiche Details hervor – so zum Beispiel in Bezug auf diagnostizierte Herzleiden, Krebserkrankungen, Methadon-Behandlungen und Klinikaufenthalte psychiatrischer Natur.

Politik fordert Aufklärung

Die Sicherheitspanne nun vollständig aufzuklären, ist ein Anliegen von IT-Sicherheitsexperten und auch der Politik. Dies kann sich allerdings als schwierig darstellen, denn immerhin weiß noch niemand, welche Ausmaße der Vorfall in seiner Gesamtheit hat. Mittlerweile beschäftigt das Datenleck nun auch die thailändische Botschaft in Berlin.

Fazit

Die Einfuhr verschreibungspflichtiger Medikamente und Arzneimittel ist für Thailand-Urlauber nur dann möglich, wenn sie diese entsprechend der strengen gesetzlichen Vorschriften anmelden. Ohne die Einfuhrbewilligung kann es sonst zu rechtlichen Schwierigkeiten kommen. Gleichzeitig gilt verbindlich, dass persönliche Medikamente nur für einen Zeitraum von maximal 30 Tagen mitgeführt werden dürfen. Die Mitnahme im Handgepäck ist dabei nur in Ausnahmefällen zulässig.
Wichtig ist zunächst die Aufklärung darüber, wie lange die ungeschwärzten Datensätze im Internet kursierten – und in welcher Form sie gespeichert wurden. Ebenfalls unklar: Was wurde überhaupt veröffentlicht – auch hier fehlt die detaillierte Aufklärung und die entsprechende Information durch das thailändische Gesundheitsministerium.

 

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