Hacker-Angriff: 100 Millionen Datensätze von US-Kunden erbeutet

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Hacker-Angriffe sind immer unangenehm - wenn es um sensible Datensätze geht, wird es aber schnell kritisch. In den USA hat nun eine Hackerin Daten von rund 100 Millionen Kunden der US-Bank Capital One ergattert. Zwar wurde die Hackerin mittlerweile durch die Bundespolizei festgenommen, konnte sich aber Zugang zu Anträgen und bereits ausgestellten Kreditkarten verschaffen.

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Datenleck zählt zu den größten Datendiebstählen der US Geschichte

Zwar seien bei dem Angriff keine Kreditkartennummern oder Log-In-Daten Gegenstand des Zugriffs gewesen – und auch eine Weitergabe oder Nutzung der Datensätze ist weitgehend ausgeschlossen. Die Daten selbst stammten aus immerhin 14 Jahren Bankvergangenheit und beinhalteten Angaben von Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Geburtsdaten. Damit aber nicht genug: Auch Angaben zur Kreditwürdigkeit, zu den Transaktionen und dem Verfügungslimit auf den Karten wurden durch das Datenleck freigegeben.

Hackerin hatte selbst eine Spur zu sich gelegt

Die Täterin ist vom Fach, denn: Die Software-Entwicklerin hatte zuvor beim Cloud-Dienstleister von Capital One gearbeitet und kannte sich daher entsprechend aus. Das Datenleck war aufgefallen, nachdem die Hackerin eindeutige Informationen auf einer Plattform veröffentlicht hatte und ein User Meldung über das Posting gemacht hatte. Bereits zwei Tage später war das FBI der Hackerin auf der Spur – und verhaftete sie nach ihrer Identifizierung.

Schwachstelle Firewall

Möglich war das Datenleck aufgrund einer falsch konfigurierten Firewall. Die Schwachstelle kommt der US-Bank Capital One teuer zu stehen. Experten rechnen mit Gesamtkosten in Höhe von 100 bis 150 Millionen Dollar, die das Datenleck das Finanzinstitut kosten wird – ein Großteil davon deckt dabei die Kosten rund um rechtliche Auseinandersetzungen und die Neuausrichtung der Technik.

Problematisch ist – nicht nur in diesem Fall –, dass Datenpannen rund um Geld- und Finanzeinrichtungen bei schlechtem Ausgang den Betroffenen einen Daten- bzw. Identitätsverlust bescheren können. Das wirkt sich wiederum auch auf das Institut selbst aus und kann hier zu einem dramatischen Verlust an Kunden führen. Hier sind Banken mehr denn je gefragt, um Sicherheitslösungen funktionierend umzusetzen.

Fazit

Ein großer, doch noch längst nicht der größte Datenklau in den USA. Bereits vor zwei Jahren war es zu einem Datendiebstahl gekommen. Das Unternehmen Equifax hatte es durch massive Fahrlässigkeit möglich gemacht, dass Sozialversicherungs- und Kreditkartennummern von rund 150 Millionen Menschen erbeutet werden konnten.

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