Datenpanne: Twitter reicht Userdaten an Werbekunden weiter

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Datenleck bei Twitter: Der Kurznachrichtendienst gab eigenen Angaben zufolge unwissend Userdaten an Anzeigenkunden weiter – über mehrere Monate hinweg. Die Werbekunden nutzten die Daten, um Twitter-Usern in der App und auf der Webseite personalisierte Anzeigen einzublenden. Wie kam es zu dieser Datenpanne? Welche Daten haben Werbekunden erhalten? Und wie kommunizierte der Kurznachrichtendienst den Vorfall?

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Welche Daten waren betroffen?

Twitter gab an, dass Werbekunden unter anderem den Ländercode der User und Informationen zum verwendeten Gerät erhalten haben. Sensible Daten wie E-Mail-Adresse oder Passwörter sollen jedoch nicht an die Unternehmen gegangen sein.

So kam es zur Datenpanne bei Twitter

Ursache für das Datenleck sollen Probleme mit den Nutzer-Einstellungen bei Twitter sein. Seit Mai 2018, also seit dem Start der Datenschutz-Grundverordnung, sollen hier durch einen Fehler Informationen an die Anzeigenkunden gegangen sein – teilweise über ein Jahr lang. Wie viele Nutzer von der Panne betroffen sind, ist derzeit noch unklar. Twitter untersucht den Vorfall nach wie vor.

So reagierte Twitter auf die Datenpanne

Twitter entschuldigte sich bei seinen Usern. Es gestand ein, dass es versagt habe, obwohl Nutzer den Einstelllungen zum Datenschutz vertraut haben. Das Unternehmen arbeite derzeit an Vorkehrungen, damit so ein Fehler nicht noch einmal vorkomme.

Twitters Werbegeschäft boomt

Unabhängig von der Datenpanne boomt das Werbegeschäft von Twitter. So stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent an. Damit kam der Kurznachrichtendienst auf einen Umsatz von rund 750 Millionen Euro. Eine ähnliche Entwicklung legte die Zahl der täglich aktiven User hin: So stieg die Zahl der Nutzer, denen Twitter Werbung anzeigen kann, innerhalb von 3 Monaten von 134 auf 139 Millionen User. Ob hier ein Zusammenhang mit den ungewollt übermittelten Daten besteht, ist nicht bekannt.

Fazit

Twitter gab an, die Probleme in den Nutzer-Einstellungen mittlerweile behoben zu haben. Trotzdem riet das Unternehmen seinen Usern, die eigenen Datenschutzeinstellungen zu überprüfen.

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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