Kinder-Apps: Apple schiebt neue Datenschutzregeln auf

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Bereits vor Jahren machte Apple den Datenschutz zu einem Verkaufsargument. Der Tonus: Kunden, die sich für ein iPhone oder iPad entscheiden, legen ihre Daten in vertrauliche Hände. Erst kürzlich machte Apple dabei den nächsten Schritt und kündigte an, für Kinder-Apps strengere Vorgaben für Werbung und Tracking einzuführen. Eigentlich sollten diese am dritten September greifen. Apple hat diese jetzt aber aufgeschoben. Welchen Grund hat die Verzögerung? Und wie genau will Apple Kinder besser schützen?

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Darum hat Apple neue Datenschutz- und Werbevorgaben entworfen

Immer wieder enthalten Kinder-Apps Werbe-Banner für Erotikinhalte oder gewalttätige Spiele. Dafür erntete Apple von Eltern viel Kritik. Der Konzern hatte es daher zunächst mit einer Bitte an die Anbieter der Kinder-Apps versucht, keine unpassenden Werbeanzeigen zu schalten. Das funktionierte jedoch nicht. Apple hat daher die strengeren Vorgaben für Kinder-Apps entworfen.

Das ändert Apple bei Kinder-Apps

Apple verbietet es Entwicklern von Kinder-Apps, Werbeanzeigen und Analyse-Tools von Drittanbietern in ihren Programmiercode zu integrieren. Daneben untersagt es, gewonnene Userdaten an Dritte zu übermitteln. Zusätzlich darf es innerhalb der Apps keine Angebote mehr für Zusatzkäufe geben. Sprich: Kinder sollen nicht dazu verleitet werden, In-App-Käufe zu tätigen oder gegen Bezahlung neue Levels freizuschalten. Das gilt neben den Kinder-Apps auch für den im Herbst an den Start gehenden Gaming-Dienst Apple Arcade.

Warum schiebt Apple die neuen Datenschutzvorgaben auf?

Entwickler von Kinder-Apps hatten beklagt, mit den neuen Vorgaben für Werbung und Tracking nicht umgehen zu können. Diese seien unspezifisch. Und: Nach dem derzeitigen Entwurf sei eine Werbefinanzierung nicht mehr möglich. Die Entwickler sehen ihr Geschäft daher bedroht. Sie fordern weitere Informationen und klarere Vorgaben.

Fazit

Apple gab an, dass die neuen Regeln zum Datenschutz weiter ein wichtiges Anliegen seien. Das Unternehmen weiche nicht davon ab. Es wolle den Entwicklern lediglich mehr Zeit für die Umsetzung geben. Wie lange diese jetzt mehr Zeit haben, ist nicht bekannt.

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