Millionenstrafe: Google sammelt Kinderdaten auf YouTube

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Beim Datenschutz von Kindern macht selbst die sonst so großzügige USA keine Ausnahme. Google musste daher jetzt eine Strafe zahlen. Das Unternehmen hatte über seine Tochterfirma YouTube Daten von Kindern gesammelt, um personalisierte Werbung auszuspielen. Welche Strafe mussten Google und YouTube zahlen? Und wie müssen sich die Konzerne bessern?

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Das sagt das amerikanische Gesetz zum Sammeln von Kinderdaten

Das US-Bundesgesetz Children’s Online Privacy Protection Act (COPPA) gibt Regeln für den Datenschutz speziell von Kindern untern 13 Jahren vor. Es erlaubt Unternehmen, für Kinder gestaltete Anzeigen auszuspielen. Es verbietet aber Werbung, die sich am Nutzungsverhalten der Kinder orientiert. Und: Unternehmen benötigen die Erlaubnis der Eltern, um Daten von Kindern zu erheben.

Google sammelt Kinderdaten

Google sammelte Daten von Kindern zu ihrem Verhalten auf YouTube. Dafür hatte die Plattform nicht die Erlaubnis der Eltern. Das gefiel Verbrauchergruppen nicht. Sie beschwerten sich bei der Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC). Diese kam zusammen mit der New Yorker Staatsanwaltschaft zu dem Schluss: Google und YouTube verstoßen gegen das Gesetz. Dabei fanden sie vor allem Verstöße auf YouTube-Kanälen von Spielzeug-Herstellern wie Mattel und Hasbro.

Der Rechtsstreit endete mit einem Vergleich. Google musste 170 Millionen US-Dollar zahlen. Die FTC gab an, dass es sich dabei um eine Rekordstrafe handele. Google nahm allein im letzten Quartal jedoch einen Gewinn von knapp 10 Milliarden US-Dollar ein. Damit wirkt die Strafe eher mild.

So will sich Google bessern

Google und YouTube gaben an, fortan Daten von Kindern nur noch mit Erlaubnis der Eltern zu sammeln. Und: Sie wollen Werbung für Kinder künftig eindeutig kennzeichnen und keine Daten mehr auswerten, die von Kindern stammen.

YouTube gab dazu in einem Blogpost an, Kinder und Familien auf der Plattform besser schützen zu wollen. Dafür wolle das Unternehmen weiter mit Rechtsexperten auf der ganzen Welt zusammenarbeiten.

Fazit

Erst im Februar hatte die FTC eine Strafe für einen Datenschutzverstoß eingeleitet. Dabei mussten die Betreiber von TikTok 5,7 Millionen US-Dollar zahlen. Sie hatten personenbezogene Daten von Kindern wie Namen und E-Mail-Adressen gesammelt, ohne die Erlaubnis der Eltern zu haben. Bei TikTok sind zahlreiche User unter 13 Jahren alt.

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