Kinder-Smartwatch-Tracker: 1 Million Geräte sind unsicher

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Eigentlich sollen Kinder-Smartwatch-Tracker Eltern beruhigen. Eine Untersuchung des Anti-Viren-Herstellers Avast fand jetzt aber heraus: Eine knappe Million der GPS-Tracker am Markt ist ein echtes Sicherheitsrisiko. Welche Modelle sind betroffen? Und was macht die Uhren so unsicher?

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Diesen Zweck haben Kinder-Smartwatches

Mit Kinder-Smartwatches können Eltern ihre Kleinen im digitalen Blick behalten. Die Uhren verfügen über ein Webinterface oder eine App, die die Bewegungen der Kinder aufzeichnet. Eltern können diese daher nachverfolgen – und die Kleinen zur Not über die Uhr anrufen.

Eine Million unsichere GPS-Tracker am Markt

Auf Marktplätzen finden Verbraucher derzeit knapp eine Million gefährdete Geräte. Hersteller ist das chinesische Unternehmen Shenzhen i365. Dies verkauft die Tracker an Händler ohne Branding. Daher finden sich am Markt unzählige dieser Uhren – alle mit den gleichen Sicherheitsproblemen.

Darum sind die Smartwatches unsicher

Die Uhren versenden die Daten des Trackers unverschlüsselt an einen Server. Und: Der Hersteller verwendet bei allen Geräten das triviale Passwort „123456“. Nur wenige Verbraucher ändern dieses. Das Resultat: Zusammen mit der ID des jeweiligen Trackers, die sich aus der IMEI-Nummer des eingebauten GSM-Modems bestimmen lässt, können Dritte derzeit bei über 600.000 Geräten auf die Kontaktdaten und die Position des Uhrenträgers zugreifen. Darüber hinaus können sie so das eingebaute Mikrofon und Anrufe abhören.

Was können Verbraucher tun?

Es ist kaum möglich zu bestimmen, welche Geräte von der Sicherheitslücke betroffen sind. Nahezu alle Smartwatch-Tracker zwischen 20 und 250 Euro, die Avast auf einem Marktplatz erworben hat, wiesen ähnliche Sicherheitslücken auf. Verbraucher sollten daher vor allem die Finger von Geräten lassen, die von keinem bekannten GPS- oder Smartwatch-Hersteller stammen. Und: Sie sollten das Standard-Passwort des Trackers ändern. Avast empfiehlt Eltern, die bereits eine No-Name-GPS-Uhr gekauft haben, diese wegzuwerfen.

Fazit

Bereits im letzten Jahr fielen die Kinder-GPS-Uhren des österreichischen Anbieters Vidimensio auf. Diese wiesen ähnliche Sicherheitslücken auf und konnten ebenfalls mit wenig Aufwand in eine Wanze verwandelt werden. Die Avast-Forscher vermuten daher, dass es sich bei den aktuellen Geräten um dieselbe Produktfamilie handelt.

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