Google Kalender: Erneuter Ärger durch Sicherheitsprobleme

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Kaum ist der Ärger rund um den Google Kalender und den eingetragenen Spam-Terminen überstanden, steht den Nutzern der nächste Ärger ins Haus. Sicherheitsexperten warnen vor freier Zugänglichkeit des Terminplaners auch für Außenstehende.

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Fehlkonfiguration sorgt für freie Zugänglichkeit

Eigentlich ist der Google Kalender in der Standardkonfiguration nur für den jeweiligen Besitzer einsehbar. Das macht Sinn, denn Termine können immerhin durch Veröffentlichung auch für alle anderen Google-Nutzer freigeschaltet werden – wenn es denn gewünscht wird. Usern wird es dadurch möglich, Termine mit einem mehr oder weniger exklusiven Kreis an Personen zu teilen: Zum Beispiel mit Arbeitskollegen, aber auch mit Familienangehörigen oder Freunden und Bekannten. Wer Termine veröffentlicht, bekommt vor der Veröffentlichung eine entsprechende Warnung angezeigt – nur nach einer erneuten Bestätigung werden dann die ursprünglich privaten Einträge auch tatsächlich geteilt.

Warnung wurde von zahlreichen Usern ignoriert

Trotz Warnung haben User ihre Termine geteilt – und zwar nicht nur mit ausgewählten Personen, sondern sogar mit Suchmaschinen und so mit allen anderen Google-Usern. Zu den geteilten Informationen gehörten nicht nur private Termine, sondern auch geschäftsrelevante Meetings, Besprechungsdaten und Links sowie sonstige Informationen.

Immerhin: Der Zugriff ist wohl nur für die User möglich, die mit einem angemeldeten Google Account auf die Suche gehen – ohne einen Account plus Anmeldung ist die Suche nach privaten Terminen in fremden Google Kalendern nachweislich nicht möglich.

Gezielte Suchen nach privaten Kalendern sind ebenfalls möglich

Besonders heikel: Ist die E-Mail-Adresse eines Users bekannt, lässt sich durch eine gezielte Suche auch nach dem Kalender einer einzelnen Person oder eben eines einzelnen Unternehmens suchen. Dies ist gerade angesichts von datenschutzrechtlichen Fragestellungen mehr als kritisch zu bewerten.

Fazit

Google wurde bereits über die Problematik in Kenntnis gesetzt. Hier sieht man die öffentlichen Informationen nicht ganz so besorgniserregend, denn: Immerhin liegt die Verantwortung für das Veröffentlichen der Termine und Informationen bei den Usern selbst. Wer Warnungen ignoriert und Freigabemöglichkeiten nutzt, tut nichts anderes, als den vollen Funktionsrahmen des Google Kalenders auszunutzen – und dieser sieht eben explizit auch vor, dass private Einträge anderen Usern zugänglich gemacht werden können. Wer dies nicht möchte, sollte Warnhinweise im System nicht einfach wegklicken: Hier sind die User selbst gefragt, wenn es um den umfassenden Schutz von privaten Informationen geht.

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