Gesichtserkennungssoftware: Amazon schreibt selbst Gesetzesentwurf

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Amazon vertreibt in den USA seine Gesichtserkennungssoftware „Rekognition“. Per Gesetz ist eine Gesichtserkennung jedoch noch nicht reguliert. Um die Rahmenbedingungen für Rekognition voranzutreiben, will Amazon daher jetzt selbst einen Gesetzesentwurf schreiben. Wie kommt Jeff Bezos dazu? Und wie funktioniert Rekognition?

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Darum will Amazon selbst Regelungen vorschlagen

Bezos gab gegenüber der US-News-Seite Vox an, dass Gesichtserkennung etwas sei, das man nicht bremsen wolle. Gleichzeitig habe es jedoch auch Potenzial, missbraucht zu werden. Daher wolle man Vorschriften schaffen, so der Amazon-Chef.

Den eigenen Gesetzesentwurf zum Einsatz von Gesichtserkennung will Amazon den gesetzgebenden Institutionen und Politikern vorlegen. Das Unternehmen hofft, dass die USA die eigenen Regelungen möglichst umfassend übernimmt.

Was kann Amazons Gesichtserkennungssystem Rekognition?

Rekognition kann Videoaufnahmen und Fotos mit Bildern von Personen abgleichen. Darüber hinaus erkennt die Software auch das Alter und Emotionen von Menschen. In der Praxis arbeitet Rekognition jedoch noch nicht so zuverlässig, wie sich Amazon das vorstellt. So testete die US-Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) das System mit Fotos von kalifornischen Abgeordneten. Das Ergebnis: In einer Datenbank mit 25.000 Polizeifotos erkannte Rekognition fälschlicherweise 26 als Verdächtige. Die Software hat zudem Probleme, Kinder zu erkennen und Mann und Frau zu unterscheiden.

Umstrittene Gesichtserkennungssoftware

Die Software ist in den USA umstritten. Während einige Städte und Behörden Rekognition bereits einsetzen, distanzierte sich Orlando davon. Die Technik konnte sich in Tests nicht beweisen. San Francisco verbot mittlerweile grundsätzlich den Einsatz von Gesichtserkennungssoftware. Die Nachteile überwögen die Vorteile bei weitem. Und: Die Technik könne Bürgerrechte verletzen und rassistische Ungerechtigkeit verschärfen.

Bürgerrechtsorganisationen warnen vor einer automatisierten Massenüberwachung. Daneben protestierten Amazon-Mitarbeiter gegen den Einsatz von Rekognition.

Fazit

Gesichtserkennung ist auch in Deutschland ein aktuelles Thema. So plant die Bundesregierung, mehr Bahnhöfe per Video zu überwachen und Verdächtige per biometrischer Gesichtserkennung zu identifizieren. Diese Pläne gehen auf zwei Angriffe zurück, bei denen Reisende am Bahnhof vor einfahrende Züge gestoßen wurden.

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