Zynga: Hat ein Hacker 218 Millionen Kundendaten erbeutet?

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Vor wenigen Tagen gab der Mobile-Games-Entwickler Zynga bekannt, dass es ein Datenleck gegeben hatte. Jetzt verkündete ein Hacker, er sei im Besitz von 218 Millionen Kundendaten des Spieleentwicklers. Welche Daten will der Hacker erbeutet haben? Und was macht Zynga, um seine User zu schützen?

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Zynga spricht von Datenleck

Am 12. September gab Zynga zu: Unbekannte konnten Informationen aus Spielerkonten abgreifen. Zahlungsdaten sollen nicht betroffen gewesen sein. Der Hack habe Anmeldeinformationen von Spielern von „Words with Friends“ und „Draw Something“ kopiert. Zynga ließ dabei nicht wissen, wie viele User betroffen sind.

Diese Daten will der Hacker haben

Der Hacker trägt das Pseudonym Gnosticplayers und gibt an, persönliche Daten von 218 Millionen Words-with-Friends-Spielern zu haben. Dabei habe er die Daten von allen Usern, die sich vor dem 2. September bei der iOS- und Android-App angemeldet hätten. Er verfüge über Namen, E-Mail-Adressen, Zynga-Konto-IDs, Login-IDs und gehashte Passwörter. Darüber hinaus habe er bei einigen Nutzern auch Facebook-IDs, Telefonnummern und Password-Reset-Token erbeuten können.

Der Hacker verweist darauf, dass er auch sensible Daten der Spiele „Draw Something“ und „Omgpop“ abgreifen konnte. Dabei verfüge er über die Klartext-Passwörter von 7 Millionen Usern des Spiels „Omgpop“. Es ist nicht bekannt, wie Gnosticplayers an die Daten kommen konnte und was er mit den Daten machen will.

So hat Zynga reagiert

Zynga gab an, Sicherheitsfirmen beauftragt und eine Untersuchung eingeleitet zu haben. Zudem habe das Unternehmen die Strafverfolgung benachrichtigt. Als Vorsichtsmaßnahme habe Zynga die Spielerkonten vor ungültigen Anmeldungen geschützt. User sollen über den aktuellen Stand der Untersuchung auf dem Laufenden gehalten werden.

Fazit

Der Hacker ist kein Unbekannter. Bereits Anfang des Jahres hatte er zunächst 620 Millionen Zugangsdaten von 16 verschiedenen gehackten Webseiten im Darknet für knapp 20.000 US-Dollar zum Kauf angeboten. Kurz danach bot er weitere 127 Millionen Zugangsdaten von 8 gehackten Webseiten für knapp 15.000 US-Dollar an.

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